Ein guter Anfängerleitfaden:
http://www.pristine-paws.de/ke_raw.htm
Allgemeines:
BARF= Biologisch Artgerechtes Rohes Futter
Katzenbarf ist ein sehr komplexes Thema. Alle wichtigen Supplemente
werden dem Futter zugesetzt, damit die Katze optimal versorgt wird und
die Mahlzeiten ausgewogen sind.
Dass das Supermarktfutter und überteuertes Markenfutter wie Whiskas,
Felix & Co. Nur Werbelügen sind, darüber sollten wir schon
ausreichend informiert haben. Hochwertiges Nassfutter ist das Mindeste
was man seiner Katze in den Napf geben sollte.
Grundlage ist Rohes Fleisch, welches man am besten aus speziellen
Onlineshops bestellt. Da gibt es spezielle BARF Shops, die nur für den
BARF Verbrauch produzieren. Da braucht man dann nicht in den Zwiespalt
kommen, dass die Katzen schlecht gehaltene Tiere zu fressen bekommen und
man die Massentierhaltung unterstützt.
BARF ist die artgerechteste Ernährung unserer Katzen. Katzen sind
Carnivoren- d.h. reine Fleischfresser. Kein Dosenfutter, so hochwertig
es auch sein mag, erreicht die Fleischmenge, welche die Katzen in Natura
aufnehmen würden.
Auch bei Erkrankungen- z.B. Allergien, Übergewicht,
Unverträglichkeiten, Verdauungsstörungen, kann BARF helfen, dass die
Katzen ihr Fressen wieder vertragen & z.B. Übergewicht reduziert
werden kann.
Noch ein kleiner Hinweis: Auch bei Nierenproblemen oder sonstigen
organischen Störungen kann man barfen. Es ist sogar besser, eine
erkrankte Katze zu barfen, als sie mit Industriefutter zu füttern. Man
weiß da schließlich nie zu 100% was da in die Katze kommt. Beim BARF
kann man sich alles vor Augen halten, man weiß ganz genau, mit was man
da seine Katze füttert, bei erkrankten Katzen kann das Fressen optimal
an den Bedarf der verschiedenen Nährstoffe angepasst werden. Dies ist
ein großer Vorteil im Gegensatz zum Dosenfutter.
Dosenfutter:
Kein Dosenfutter erhält 100% Fleisch, keinerlei Nebenerzeugnisse, nur
verträgliche Stoffe, eine genaue Deklaration, kein Getreide und kein
Zucker, alles angepasst an Katze sowieso, was im bezahlbaren Rahmen
bleibt. ;-)
Es gibt durchaus gutes Nassfutter. Aber keines was perfekt ist.
Zucker im Dosenfutter ist schädlich- es macht die Katzen fett, macht
nicht satt, regt den Appetit unnötig vermehrt an, der Katzenorganismus
kann es nicht richtig verwerten, da es in der natürlichen Katzennahrung
kein Zucker gibt, und es lagert sich an. Die Blutgefäße verfetten, es
kommt zur Organverfettung, die Zähne werden schlecht, es lagert sich
vermehrt Zahnstein an, die Katze könnte an Diabetes erkranken. Gründe
genug, dass kein Dosenfutter Zucker enthalten sollte. Gezuckerte Mäuse
gibt es in der Natur auch nicht.
Getreide- können die Katzen nicht verwerten, es enthält Kohlehydrate,
welche für die Katze sehr schwer verdaulich sind und dies demzufolge
die Verdauung sehr belastet. Getreide hat eine ganz andere
Verwertbarkeit als Fleisch, es benötigt eine längere Verdauungszeit als
Fleisch- worrauf die Katzenverdauung angepasst ist- und die eigentlichen
Inhaltsstoffe fehlen den Tieren dann. Getreide ist ein häufiger
Allergieauslöser, außerdem kann es Harngrieß oder Steine im
Urogenitalsystem verursachen und zu Nierenschäden führen.
Vorbereitungen wenn man barfen möchte...
Es ist sehr wichtig, sich mit dem Thema richtig auseinander zusetzen.
Man muss sich viel einlesen und Wissen aneignen. Informationen
zusammentragen, sich immer wieder belesen, bis man alles versteht. Wenn
man ohne Hintergrundwissen barft, könnte man eine Mangelversorgung an
Nährstoffen bei seiner Katze riskieren.
Man sollte sich auch grob ausrechnen, im Vorfeld, für wieviel Tage
man die Mahlzeiten vorbereiten möchte. Das kann man sich gut selber
ausrechnen, wenn man seine Rezepte erstellt hat. Mit dieser Menge macht
man sich dann Gedanken um die Lagerung und eventuell um eine Anschaffung
eines Tiefkühlers. Mit nur einem Gefrierfach kommt man oft nicht weit
und man muss öfter bestellen, was immer wieder neue Versandkosten
bedeudet...
Meine Tipps für BARF Einsteiger:
-
Notizen machen (z.B. ein Notizbuch beginnen, wo alles zum Thema
reinkommt)
-
verschiedene Informationsquellen benutzen
-
ans dubarfst.eu Forum wenden, sich kurz vorstellen und sich dann
durch die wichtigen Themen lesen bzw. wenn Fragen aufkommen gleich
stellen, man bekommt da sehr gut Hilfe
-
wichtige Infos und hilfreiche Tipps notieren
-
die Scripte und den Kalkulator von dubarfst dienen als Grundlage,
mit dem Kalki kann man im Vorruas schonmal rumexperimentieren und die
Scripte enthalten alle wichtigen Infos
-
wissen, wofür man barft, d.h. Will ich meine Katze „nur“ gesund
ernähren? Ist sie krank und benötigt eine spezielle Ernährung? Soll sie
abspecken? Und zum jeweiligen Thema Infos sammeln und sich schlau machen
bzw. einlesen
-
anfangs alles erstmal „wirken“ lassen, es ist sehr viel was da an
Informationen auf einen herabfällt und sich später ganz in Ruhe, alles
Gesammelte Wissen nochmal durchgehen
-
Hilfreiche Links notieren oder in den Ablagen abspeichern
-
den Katzen erstmal Rohes ohne Supplemente vorsetzen und schonmal die
Fleischsorten durchprobieren, erlaubt ist alles außer Schweinefleisch
& auch Fisch ist eher kritisch zu betrachten
Hinweis: 20% der Mahlzeiten in einer Woche können Roh komplett
unsupplementiert gegeben werden, ohne das es zu einer Unterversorgung an
Nährstoffen kommt. Man gibt ja nebenbei noch Dosenfutter, wo der Bedarf
an Vitaminen und Co. gedeckt sein sollte.
Barfen ist preiswert!
16 Tage Futter für eine Katze- BARF
1 Suppenhuhn
500g Hähnchenherzen
500g Hähnenmägen
56g Hähnchenleber
110g Möhre
12,5g easy B.a.r.F
1,34g Seealgenmehl
3,2g Fortain
17g Weizenkeimöl
0,73g Knochenmehl
5,75g Eierschale
5g Taurin
60g Schweineschmalz
Der Preis für alle Zutaten beträgt ungefähr 10€. Wenn das Rezept für
16 Tage reicht, dann sind das
0,62EUR pro Tag und Katze.
Anstelle des easy B.a.r.F ausschließlich natürlich supplementiert und
das Weizenkeimöl gegen 4- 6 Tropfen Vitamin E von Allcura getauscht,
wird der Preis noch etwas günstiger. Barfen ist günstiger- auch
längerfristig gesehen. Die Katze wird mit BARF gesünder ernährt, im
Alter treten eventuell nicht so viele Erkrankungen auf und man kann
Tierarztkosten sparen. Der Organismus der Katze wird nicht unnötig
belastet- BARF ist auf die Katzenverdauung ausgelegte Ernährung welche
leicht verdaulich ist, im Rohfutter sind hochwertige Proteine und Fette
enthalten. Auch wenn man z.B. aller 2-3 Monate Fleisch bestellt, man
zahlt einmal Versandkosten. Wenn man jetzt Fleisch für ein paar Monate
bestellt, dann muss man sich vorher anhand seiner Rezepte natürlich
ausrechnen, wieviel man benötigt. Auf 4 Katzen gerechnet läge ich bei
ca. 200€ für 4 Monate. Dies sind 50€ im Monat, also 12,50€ pro Katze.
Wovon das Tier sinnvoll und gesund ernährt wird.
Die Supplemente beim Ersteinkauf kosten natürlich auch etwas. Aber
die hat man sehr lang. Und man muss diese nur bei Bedarf nachbestellen.
Rezepte:
Ein Barf-Rezept besteht aus: Fleisch (eventuell mit Knochen) +
(eventuell Innereien) + Supplemente + Fett + (eventuell Öle) +
(eventuell Kräuter) + Ballaststoffe + Wasser
Rezepte erstellen- davor muss man entscheiden mit was man
supplementieren will, entweder mit einer Fertigmischung oder mit
komplett natürlichen Supplementen. Für den Beginn gibt es sogenannte
„Grundrezepte“. Diese erleichtern den Einstieg ins BARF. Über eine
gewisse Zeit kann man diese Rezepte verwenden, allerdings sollte man
sich so über den Nährstoffbedarf der Katzen informieren, dass man später
auch eigene Rezepte erstellen kann. Nachfolgend die Grundrezepte mit
natürlichen Suppies bzw. mit easyBARF & Felini Complete.
Natürliche Supplemente
1 kg Fleisch (Muskel, Herz, Magen)
40 g Leber
5-6 g Eierschale ODER 5 g Calcium-Carbonat ODER 10 bis 11 g
Calcium-Citrat
2 g Taurin
30 g Lachs = Salmon salar
30 g Weizenkeimöl ODER 2 Tropfen Vitamin E (Allcura)
2 g Salz
11 g Fortain
1,3 g Seealgenmehl
2,5 g Bierhefe
ca. 400 ml Wasser (je nach Akzeptanz)
ca. 50 g Ballaststoffe
Fett nach Fettgehalt des Fleisches & Bedarf der Katze
easyB.A.R.F.
1 kg Fleisch (Muskel, Herz, Magen)
10 g easyB.A.R.F.
5 g Eierschale ODER 5 g Calcium-Carbonat ODER 10-11 g
Calcium-Citrat
2 g Taurin
maximal 25 g Leber
KEIN Salz
ca. 400 ml Wasser (je nach Akzeptanz)
ca. 50 g Ballaststoffe
Fett nach Fettgehalt des Fleisches & Bedarf der Katze
FeliniComplete
1kg Fleisch (Muskelfleisch, Herz, Mägen)
12,5g FeliniComplete
50g Gemüse/ Ballaststoffe
Fett je nach Fettgehalt des Fleisches & Bedarf der Katze
ca. 400ml Wasser
12g Taurin
- in Verbindung mit Felini Complete nie Knochen geben, da das
Ca/Ph Verhältnis sonst abrutscht
- manche Katzen mögen Felini Complete nach dem einfrieren nicht
- von einer dauerhaften Gabe von Felini Complete ist abzusehen,
da der Vitamin A und D Gehalt unausgeglichen ist
Die Rezepterstellung der eigenen Rezepte macht man am besten mit dem
Kalkulator. Im dubarfst.eu Forum kann man einen gegen eine geringe
Spende erwerben. Diese Spende geht an einen Tierschutzverein.
Für den Kalkulator benötigt man einige Daten. Das Alter der Katze,
die Aktivität, das verwendete Fleisch und die Fleischmenge, die
verwendeten Supplemente & für wieviel Tage man ein Rezept erstellen
möchte. Das berechnen der benötigten Mengen übernimmt der Kalkulator.
Man bekommt das optimale angezeigt und man muss dann seine Mengen
anpassen, bis man ein fertiges Rezept hat. Dieses kann man sich dann
sogar ausdrucken.
Jede Fleischsorte und auch Tierart enthält unterschiedliche Mengen an
Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Daher sollten man niemals
nur ein Rezept haben und ständig verwenden. Varieren der Fleischsorten
und Supplemente bietet Abwechslung für die Katze. Die ist das A und O
bei der Ernährung der Katze- auch beim BARF.
Das Fleisch:
Fleisch ist der Hauptbestandteil unserer Rezepte für die kätzischen
Carnivoren ;-)
Es empfiehlt sich, Fleisch aus sogenannten BARFshops zu bestellen.
Der Bestellvorgang wird auf der jeweiligen Shopseite gut beschrieben, so
kann man sich vorher die Infos einholen, z.B. wann ausgeliefert wird,
dass man dies abstimmen kann mit der Verarbeitung des Fleisches zu den
Portionen.
Bei den Fleischsorten ist eigentlich alles
möglich außer rohes Schwein, da dies Viren der Aujeszkysche Krankheit
enthalten könnte. Es betrifft das Hausschwein, als auch das Wildschwein.
Die Erkrankung ähnelt der Tollwut und führt rasch zum Tod.
Aber von Geflügel, über Kaninchen, zum Rind und Hasen bis hin zum
Känguru ist alles möglich.
Das verträglichste Fleisch ist wohl
Geflügel. Es hat auch
die höchste Akzeptanz und ist vor allem für Einsteiger gut geeignet.
Damit lassen sich die meisten Katzen locken und letztendlich doch
überzeugen.
Rind ist manchmal nicht sehr beliebt und wohl auch nicht
immer sehr verträglich. Manche Katzen verweigern die Aufnahme von Rind.
Nach dem Fressen von Rindfleisch neigen manche Katzen zu Übelkeit und
Erbrechen, nach der Verdauung könnte es auch zu Durchfall kommen- vor
allem bei Katzen die erst eine kurze Zeit gebarft werden.
Fisch- Katzen als reine Fleischfresser sind auf Nahrung mit
einem hohen Anteil an hochwertigen tierischen Eiweiß angewiesen. Dieses
ziehen die Carnivoren aus Fleisch, aber auch Fisch enthält sehr viel
davon mit allen essentiellen Aminosäuren. Aus diesen Grund kann roher
Fisch eine Bereicherung des Roh-Speiseplans darstellen. Fisch gilt als
leichtverdaulich (er enthält nur einen geringen Anteil an Bindegeweben,
im Gegensatz zu Warmblütern), vor allem Katzen mit einem empfindlichen
Verdauungssystem können davon also profitieren.
Fischfütterung ist dennoch sehr umstritten, da er dafür berüchtigt
ist, in hohem Maße Schwermetalle, Dioxine oder Schadstoffe aus
Pflanzenschutzmitteln oder chlororganische Rückstände aus
Industriechemikalien zu enthalten. Fische nehmen diese Stoffe über die
Nahrungskette auf. Im Laufe der Zeit reichern sich diese meist
fettlöslichen Stoffe im Fisch an. Betroffen sind hauptsächlich sehr
fette Fische und die Organe von Fischen (da diese Fett speichern).
Außerdem gibt es Fische, die "Thiaminase"-haltig sind - diese sind
nicht gut für Katzen, thiaminasefreie Fische hingegen schon. Thiaminase
ist ein Enzym, das Thiamin (Vitamin B1) in zwei Moleküle spaltet und
damit für den Organismus unbrauchbar macht.
Nicht-thiaminasehaltig = fütterbar:
Forellen, Lachse, Aale, Hecht, Barsche, Brasse, Kabeljau,
Schellfisch, Seehecht, Heilbutt, Seezunge, Scholle, Sprotte, Rochen
Thiaminasehaltig = lieber nicht:
Karpfen, Rotfeder, Plötze, Goldfisch, Schleie, Elritze, Stint,
Schmerle, Wels, Weissfisch, Hering, Hai
Für die Rezepte benötigt man reines Muskelfleisch als hochwertigen
Proteinlieferanten, ca. 25-30g pro kg Katzengewicht. D.h. Eine 4kg Katze
erhält 100-120g FLEISCH am Tag (reines Fleisch, ohne Supplemente, dass
muss man beim portionieren beachten!) Zum reinen Fleisch zählt
Muskelfleisch, Herz und Magen.
Innereien sollte man nur wenig füttern. Auch hier kann man sich nach
den Werten im Kalkulator richten. Es ist immer zu beachten, dass die
Hauptmenge eines Rezeptes das Muskelfleisch ausmachen sollte. Der Bedarf
der Katze wird aber meistens schon durch die als Vit.A Supplement
verwendete Leber abgedeckt, sodass man keine Innereien mitfüttern muss.
Füllsttoffe sind beispielsweise Euter und Lunge. Diese sättigen die
Katze (für besonders verfressene). Nieren sollte man nur sehr sehr wenig
bis gar nicht geben. Es ist das Entgiftungsorgan Nummer 1. Herz zählt
nicht zu den Innereien, sondern zum Muskelfleisch. Mägen sind als
Kauartikel gut.
Zum Thema Knochen- Knochen nie gekocht, gegart, gebraten geben, wegen
der Splittergefahr, dies sollte ja eigentlich klar sein. Rohe Knochen
könnten durchaus mitgefüttert werden, viele Katzen tun sich damit
allerdings schwer. Auch Knorpel werden oftmals genommen. Dabei ändert
sich aber der Supplementebedarf der Katze, dies sollte man beachten. Der
Kalkulator zeigt einen das an. Außerdem sollten die Knochen
katzengerecht gegeben werden. D.h. Ein 4kg Kätzchen kein Knochen des
Hinterlaufes eines Rindes vorlegen...Knorpel findet man oft in
Gänsehälsen oder Hähnchenhälsen. Auch Hühnchenflügel kann man geben. Bei
manchen Katzen ist die Akzeptanz nicht ganz so gut. Generell empfiehlt
sich die Fütterung von Knorpel und Knochen erst dann, wenn man mit BARF
schon Erfahrung hat und kein Einsteiger mehr ist und man den
Nährstoffbedarf seiner Katze kennt und die Supplemente ordentlich
zuordnen kann.
Fett ist wichtig in der Katzenernährung. Es ist der wichtige
Energielieferabt und macht die Katze nicht dick, da sie es wertvoll
verwerten kann. Fett ist eigentlich ein Supplement- dafür nimmt man
Schmalz. Allerdings erscheint es hier in der Fleischrubrik, da man auch
fettes Fleisch verwenden kann. Dazu gehört Hühnchenhaut und
Rindersuppenfleisch.
Die Supplemente:
Die Supplemente sind die Nährstoffe welche den Rezepten zugesetzt
werden. Neben den Proteinlieferant Fleisch benötigt eine Katze ja auch
noch andere Dinge, wie z.B. Vitamine, Mineralien, Fette, Fettsäuren,
Spurenelemente etc.
Es mag komisch klingen- man ernährt die Katze naturnah und setzt dann
künstliche Supplemente zu. Hierbei kann man aber auch auf natürliche
Supplemente ausweichen, welche ich in der Liste erläutere. Oftmals muss
man hier aber mehrere Präparate kombinieren um eine optimale Versorgung
mit Vitaminen und Mineralstoffen sicherzustellen.
Supplemente sind wichtig, weil mit "nur Fleisch" ist es nicht getan.
200g Putenbrust entsprechen keiner Maus mit Haut und Haar. Bei einer
Maus ist alles komplett dran, womit die Katze ausreichend versorgt wird.
Beim Barf versucht man das so gut wie möglich "nachzubauen". Ein Mangel
an einem Supplement können Katzen über einen Zeitraum von 8 Wochen
ausgleichen. Das heißt, wenn in einer Woche XY 10g zu wenig ist,
regulieren dies Katzen, indem sie die Woche drauf 10g von XY mehr zu
sich nehmen.
Dem entgegen gibt es noch fertige Vitamin- Mineralpräparate,
sogenannte Mischungen. Beispiele für solche fertigen Mischungen sind
z.B. easyBARF, FeliniComplete, Nekton-Cat-M und Catfortan, Instinnct TC
und Felini Future, Canina Cat Tabs & Aptus Multicat. Die jeweiligen
Gebrauchsanweisungen sind zu beachten!
Die Supplemente kann man komplett online beziehen, am besten
gesammelt auf lillysbar.de. Dort wird auch alles noch einmal erläutert
und man kann sich auch da noch einige Hinweise holen.
Die Menge der Supplemente für das jeweilige Rezept bzw. für die
jeweilige Katze rechnet der Kalkulator vor. Man sollte sich an die
genaue Menge halten und die letzte Kommastelle aufrunden, um eine
Unterversorgung mit den Nährstoffen zu vermeiden. Der Kalkulator sollte
eine Genauigkeit mit der eingegebenen Menge von 95-100% haben. Dann ist
die Katze optimal versorgt. Außerdem ist darauf zu achten, über 2 Wochen
einen Ausgleich zu schaffen. D.h. Wenn ein Supplement in den einen
Rezept 95% erreicht, dann sollte es im nächsten wieder 105% haben. So
schafft man immer wieder einen Ausgleich der fehlenden Nährstoffe von
einem Rezept zum nächsten.
Supplemente sind folgende:
Vitamin D3 tiefgekülter Lachs, SalmonSalar, ist für
die Omega-3 und Vitamin D Versorgung der Katze zuständig Alternativ:
Sprotte, Forelle, Vitamin D3 Tabletten zermörserd
B Vitamine Biehefe enthält die wichtigen B Vitamine
und Aminosäuren, ist allerdings nicht für nierenkranke Katzen geeignet,
da es Phosphor enthält! Alternativ: Vitamin B Komplex= Phosphatfrei,
Biotin
Eisen Fortain, wird hergestellt aus den roten
Blutfarbstoff Hämoglobin von Schweinen Alternativ: Rinderblut als
natürliche Variante, FerroSanol- Tropfen, wenn die anderen beiden Dinge
nicht angenommen werden
Jod Seealgenmehl, ist ein natürliches
Meeresalgenprodukt, nicht bei Schilddrüsenüberfunktion anwenden
Alternativ: Jod-Tabletten aus der Apotheke
Magnesium Spirulina, ist getrocknetes Algenpulver
welches Magnesium und Linolensäure enthält, es ist außerdem ein leicht
verdauliches Eiweiß Alternativ: Magnesiumgluconat, Magnesiumcitrat
Vitamin E Weizenkeimöl oder Vitamin E Tropfen von
Allcura, die Tropfen sind eine gute Alternative zum Öl, da diese die
Nieren nicht belasten Alternativ: Vitamin E Pulver aus der Apotheke
Vitamin A Leber, bevorzugt Hähnchenleber enthält
außerdem Retinol Alternativ: Eigelb Achtung! Schnelle Überdosierung!
Dorschlebertran, hierbei wird oft Vit.D3 sehr hoch
Calciumsupplemente Einige Fertigpräparate enthalten
schon Calcium und Phosphor, nur das Verhältnis sollte bei diesen
Produkten noch korrigiert werden, dies schafft man mit einem reinen
Calciumpräparat, man sollte hierbei kein Knochenmehl geben!
Knochenmehl Korrigiert fehlendes Phosphor und
Calcium im Rezept, wenn keine Knochen verarbeitet werden. Alternativ:
Dicalciumphosphat
Calcium Calciumcarbonat, ist ein Salz der
Kohlensäure, enthält viel Calcium Calciumcitrat, ist ein Salz der
Citronensäure, enthält weniger Ca Alternativ: Eierschalen gemahlen,
Muschelkalk
Fett Schmalz Alternativ: fettes Fleisch wie Haut
oder Suppenfleisch oder Rinderfettpulver
Natrium Salz, jodfreies naturbelassenes Himalaya-
oder Meersalz für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt
Wasser Fleisch enthält nur noch 60-70% Wasser, daher
muss den Mahlzeiten noch zusätzlich Wasser zugesetzt werden
Lachsöl wird benötigt um die Omegafettsäuren in den
Rezepten auszugleichen
Nachtkerzenöl während des Fellwechsels als Kur
täglich 2-4 Tropfen
Borretschöl positive Wirkung auf Fell und Haut
Grünlippmuschel kurmäßig für die Gelenke
Vitamin A und D, welche wichtig sind für die Katze, können schnell
überdosiert werden und führen überdosiert auf Dauer zu Schäden. Beide
Vitamine sind wasserlöslich und reichern sich im Katzenorganismus an.
Dies verhindert die Aufnahme von anderen Vitaminen und Mineralien.
Die richtige Dosierung der Vitamine ist sehr wichtig. Eine Unter-
oder Überdosis kann über kurz oder lang zu Schäden führen.
Vitamin A:
Ein Mangel kann zu Skelettschädigungen, Augenerkrankungen und
Potenzstörungen führen.
Eine langfristige Überdosis verursacht Gelenkschäden und
Knochenwucherungen und somit Störungen des Bewegungsapparates.
Vitamin D:
Eine Überdosierung führt zur Anreicherung im Organismus. Andere
wichtige Vitamine können nicht aufegnommen werden.
Vitamin B1:
Mangel kann Appetitmangel und somit zur Abmagerung führen und
Nervenstörungen verursachen.
Vitamin E:
Ein Mangel kann Appetitlosigkeit, Fettgewebserkrankungen und
Entzündungen hervorrufen.
Taurin:
Taurinmangel führt zu Schäden an der Netzhaut, die zur Erblindung
führen können. Bei tragende Kätzinnen kann es zu Skelett- und
Nervensystemschädigung des Föten kommen. Kitten könnten
Entwicklungsstörungen bekommen.
Kalzium:
Ein Mangel führt zu Schädigung von Zähnen und Skelett.
Öle und Kräuter:
Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Dies ist
für Katzen essentiell, d.h. es wird über die Nahrung dem Organismus
zugeführt. Kräuter sind als Futterergänzung zu sehen und sollten mit
Herz und Verstand eingesetzt werden.
Öle sollte man auch eher rationiert einsetzen. Lachsöl muss immer mit
an ein Rezept ran, damit die Fettsäuren ausgeglichen werden. Außerdem
kann man Weizenkeimöl als Vitamin E Supplement verwenden. Zusätzlich
könnte man beispielsweise Kokosöl, Hanföl, Nachtkerzenöl &
Dorschlebertran geben. Von pflanzlichen Ölen sollte man eher Abstand
nehmen. Vor- und Nachteile der aufgezählten Öle kann man auf diversen
BARF Seiten nachlesen.
Knochen:

Man kann Katzen Knochen geben. Manche akzeptieren dies nicht, andere
nehmen diese dankend an, wieder andere muss man an die Knochenfütterung
gewöhnen. Hierbei gilt es zu beachten, dass man Knochen NUR IM ROHEN
ZUSTAND, also weder gegart/gekocht/gebrüht/gebraten geben darf, weil sie
sonst splittern könnten und im Verdauungstrakt die Schleimhäute
verletzen könnten. Knochen enthalten Calcium und Phosphor,
dementsprechend passt man da seine Rezepte an. Wer keine Rezepte machen
möchte, füttert einfach mal als kleines "Schmankerl" Geflügelhälse,
Hühnchenklein, Hühnchenflügel. Einige Katzen mögen dieses besondere
Leckerli besonders und gut für die Zähne und den Kauapparat ist es
außerdem.
Ballaststoffe:
Die Ballaststoffe sollten mindestens 5% der verwendeten Fleischmenge
ausmachen. Manche Katzen benötigen mehr Ballaststoffe, dass ist
individuell. Wenn man bemerkt, dass die Katze ein sog. Kotabsatzproblem
bekommt, d.h. Sie verstopft ist, müssen die Ballaststoffe erhöht werden.
Auch Flohsamenschalen können hier Abhilfe schaffen- man lässt 1 TL in
150ml Wasser über Nacht quellen und gibt sie dann der Katze.
Als Ballaststoff verwenden kann man z.B. Sesam, Zucchini, Gurke,
Möhre oder Tomate.
Ganze Futtertiere:
Ganze Futtertiere kann man natürlich auch verfüttern. Hierbei handelt
es sich um Küken, Wachteln, Fische oder Mäuse. Es sind nicht die
natürlichen Futtertiere, denn die hochgezüchtete Futtermaus entspricht
nicht der wildlebenden Maus, welche die Katze frisst und das Küken,
welches männlich ist und aussortiert wurde, da es keine Eier legen kann,
entspricht mehr Ei als Vogel.
Im Küken befinden sich der sog. Dottersack, welcher viel Vitamin A
enthält. Man kann täglich 1-2 Küken geben, wenn man aber mehr geben
möchte, empfiehlt es sich den Dottersack anzustechen und das Eigelb
auszudrücken, damit es zu keiner Überversorgung mit Vitamin A kommt, was
schädlich wäre.
Die männlichen Küken sind eh da, würden letztendlich bzw.
höchstwahrscheinlich geschreddert sowieso ins Katzenfutter kommen. Da
kann man sie auch ganz geben.
Futtermäuse sollte man immer kritisch betrachten- diese haben es in
der Haltung, da es ja „nur“ Futtermäuse sind nicht gut. Keiner weiß so
recht was sie letztendlich zu fressen bekommen haben und ob da nicht
doch eventuell was schädliches dabei war.
Viele Katzen wissen anfangs nicht so richtig was damit anzufangen,
wenn sie so ein totes Tierchen vorgelegt bekommen. Hier gilt- immer
wieder probieren, ob es Katze vielleicht doch mal kosten möchte. Ein
Tipp: das aufschneiden und der Duft des Blutes ist manchmal sehr
verlockend.
Auch Wachteln gibt es als Futtertiere zu kaufen.
Noch ein Hinweis: In Deutschland ist die Lebendfütterung aus
Tierschutzgründen verboten. Daher kommen nur tote Futtertiere als
Mahlzeit in den Katzennapf!
Man kann seine Katze auch ausschließlich mit Futtertieren füttern.
Dazu gibt es das sog. Prey Model. Hierbei werden nur ganze Futtertiere
gegeben, also mit Haut und Haaren sozusagen. Für den Normalhaushalt ist
diese Fütterungsmethode nur schwierig durchzuführen, da es manchen
Futtertieren an z.B. Schilddrüse oder Federn etc. fehlt, was dann bei
unseren Katzen eine Unterversorgung an lebenswichtigen Stoffen
hervorruft. Außerdem ist das Prey Model nur erfahrenen Barfern zu
empfehlen. Belesen kann man sich dazu im Internet, leider gibt es dazu
keine deutsche Seite, dafür aber eine sehr gute englische.
Einkaufsliste:
Wenn man sich in die Marterie eingelesen hat und alles soweit
verstanden hat, kann es losgehen. Die Rezepte sollten bereit gehalten
werden für die erste Fleischlieferung und ein Notizzettel bereitliegen.
Am besten die Katzen aus der Küche verbannen, beim zubereiten des ersten
Rezeptes benötigt man schon noch Konzentration.
Doch vorerst fehlt noch was. Also was muss man eigentlich kaufen bzw.
was sollte bereitstehen??
-
Fleisch!
-
Kalkulator
-
Scripte
-
eventuell einen Fleischwolf
-
Pürierstab mit Pürierschüssel
-
Präzisionswaage mit Gewicht (0,01gr.)
-
Mörser und Stößel
-
Küchenreibe
-
großes Schneidebrett
-
event. Handschuhe
-
scharfe Messer
-
eventuell Küchenhammer, Küchenbeil, Geflügelschere
-
Gefriertüten oder Gefrierschüsseln
-
Tiefkühler
-
Tiefkühlmarker zur Beschriftung der Portionsbeutel
-
Küchenwaage in Gramm
-
die größte Schüssel die man bekommen kann (zum vermischen)
-
diverse Becher, Löffelchen, Dosierschaufeln etc (kann man auch selber
sammeln)
-
easyBARF
-
FeliniComplete
-
Calciumcarbonat
-
Calciumcitrat
-
Knochenmehl
-
Dicalciumphosphat
-
Bierhefe
-
Seealgenmehl
-
Taurin
-
Weizenkeimöl oder Vitamin E Tropfen von Allcura
-
Fortain oder Rinderblut
-
tiefgefrohrenen Salmon Salar
-
Hähnchenleber
-
Lachsölkapseln
-
Bierhefe
-
Schmalz
-
Himalaya- oder Meersalz
Was für was?
Man kann sich auch mit Alltagsdingen behelfen. Einfach ein offenes
Auge haben ;-)
Hilfsmittel:
Anstatt Dosierschaufel kann man Löffel nehmen.
Anstatt einer Urglasschlae kann man gesammelte und saubergemachte
Joghurtbecher nehmen.
Anstelle eines Beutelverschlussgerätes nimmt man Gummies, gleich
verschließbare Tüten oder die billigen IKEA Clips.
Generell empfiehlt sich Dosen, Schachteln, Becher oder sonstige
Behältnisse zu sammeln. Man findet dafür immer eine Verwendung.
Supplemente:
Calciumpräparat- Eierschalenmehl
Fett- Schmalz, fettige Hähnchenhaut
Vitamin E- Weizenkeimöl, Allcura Tropfen
Vitamin A- Leber
Vitamin D- Lachs (Salmon salar)
Omega-3-FS- Lachsöl
B-Vitamine- Bierhefe
Jod- Seealgenmehl
Natrium- Salz
Ca/Ph- Knochenmehl, Dicalciumphosphat
Eisen- Blut bzw. Fortain
Hinweise und Tipps:

Anfangs gewolftes bzw. sehr klein geschnittenes Fleisch geben. Ist
eventuell bei empfindlichen Katzen besser bekömmlich und wird nicht
gleich wieder erbrochen. Grobe Stückchen werden bei Verdauungsproblemen
oft erbrochen.
Fleisch in Streifen geschnitten ist optimal für den Zahnabrieb. Zähne
putzen auf kätzisch sozusagen. :)
Auf Innereien größtenteils verzichten. Nieren am besten gar nicht
geben, da es sich um ein Entgiftumgs- und Ausscheidungsorgan handelt.
Leber als Vitamin A Supplement sollte 3-5% der Fleischmenge ausmachen.
Damit ist der Innereien Bedarf der Katze gedeckt.
Ausgeglichenes Ca-Ph- Verhältnis von 1,15:1,0 anstreben.
Ausgeglichenes K-Na- Verhältnis von 2,1:1,0 anstreben.

1000mg Lachsöl pro kg Fleisch ins Rezept einarbeiten- zum Ausgleich
der Fettsäuren. Es enthält kein Vitamin D und ist nicht mit Fisch zu
verwechseln.
50g Gemüse pro kg Fleisch als die 5% Ballaststoffmenge. Bei bedarf
erhöhen.
Lachs, Leber und Fortain anfangs eventuell pürieren und langsam
einschleichen- so ist die Akzeptanz höher.
Fleisch vor der Verarbeitung leicht antauen lassen.
Beim Abwiegen die letzte Kommastelle aufrunden, da Reste in der
Schüssel bleiben. So ist die ausreichende Menge an Supplementen im
Rezept.
„Suppiesoße“ mit Gelatine andicken- bietet oftmals eine höhere
Akzeptanz!
Beim BARF ist ein Kotabsatz aller 2-3 Tage völlig normal und NICHT
bedenklich! Die Mahlzeiten werden einfach besser verwertet. Bei
allzufesten Kot und schmerzhaften Kotabsatz- die Ballaststoffe erhöhen,
Flohsamenschalen nutzen, den Fettgehalt erhöhen, ein TL Pflanzenöl dazu
oder Lactulose verwenden.

Sehniges Fleisch in angetauten Zustand wolfen.
Supplemente lösen sich in der „Soße“ besser, wenn Ballaststoffe mit
im Wasser sind.
Lachs und Leber lassen sich im halbgefrohrenen Zusatnd am besten
pürieren und verarbeiten.
Kaninchenkeulen, Putenkeulen, Herzen und Mägen lassen sich leicht
angetaut am besten schneiden.
Leber und Lachs kann gefrohren gerieben werden.
Geflügelhaut lässt sich am besten mit einer Geflügelschere
verarbeiten.
Aus Knochen kann man eine Brühe kochen- ist sehr schmackhaft für die
Katzen und so kann die Feuchtigkeit der Mahlzeit erhöht werden.
Hühnerherzen und Mägen kann man auch mit der Geflügelschere klein
schneiden.
Ein Rinderherz ist eine willkommene Abwechslung.
Blut bekommt man eventuell vom Metzger- dabei ist die Akzeptanz höher
als beim Blutersatz-Supplement Fortain.
Gängige Hygienemaßnahmen einhalten. Botulismus ist sehr gefürchtet-
lässt sich dadurch aber vermeiden. Außerdem die Mahlzeiten an der Luft
auftauen, d.h. Ein geschlossenes Gefäß öffnen, damit Sauerstoff ran
kann. Dann hat der Keim so gut wie keine Chance.
Links- Empfehlungen
Supplementeshop:
http://www.lillysbar.de
Fleischshops:
http://www.gesundehunde.com/sites/ernaehrung_002_1.php
Forum:
http://dubarfst.eu/forum/dubarfst-die-barf-community.html
Scripte:
http://dubarfst.eu/shop/db-lizenzen.php
Kalkulator:
http://dubarfst.eu/shop/db-lizenzen.php
blaue Samtpfote:
http://blaue-samtpfote.de/barf/barf001/barf001.html
Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=UDuAzf5VFt4
http://www.youtube.com/watch?v=HIrkwl3lsxY
http://www.youtube.com/watch?v=FIesOstkxmo&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=vWxWx7dlUk8&list=PLF6536490981BD2C3&feature=plcp
Zusammengefasst:
http://cliou-barf.jimdo.com/
http://www.dr-hoenicke.de/html/rohfutterung.html
Barf-Baukasten:
http://www.lucina-cats.de/BARF-BAUKASTEN.pdf
Bücher zum Thema:
Leider gibt es keine Super-Informations-Anfänger Bücher zum Thema
BARF. Das meiste muss man sich selbst mühsam aus dem Netz rausfischen
und filtern und für neue Infos offen sein. Empfehlenswert sind die
Scripte von dubarfst.eu und einige andere Online-Tutorials, welche in
der Linkliste erscheinen.
Nicht ganz so schlechte Bücher sind
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B.A.R.F. für Katzen (Nadine Leiendecker) &
-
Natural Cat Food (Susanne Reinerth)
Um sich vom barfen zu überzeugen empfiehlt sich außerdem
-
Katzen würden Mäuse kaufen (Hans Ulrich Grimm)
-
Hunde würden länger leben, wenn... (Jutta Ziegler)
Mäkelkatzen vom BARF überzeugen & warum die Katze Neues
Fressen erstmal ablehnt:
Katzen neigen aufgrund ihrer evolutionären Entwicklung dazu, nichts
zu fressen, was sie nicht kennen, denn es könnte etwas Unverträgliches
sein. Dieser in der Wildnis sinnvolle Mechanismus heißt „Neophobie“
(=Angst vor Neuem) und führt dazu, dass viele Katzen nur das fressen,
was sie ihre Mutter oder andere Katzen haben fressen sehen. Bei
Futterumstellungen ist die Neophobie aber eher hinderlich, jedoch kann
man mit ein paar Tricks die Katze vom Neuen doch überzeugen und vor
allem sie langsam daran gewöhnen, dass Fleisch durchaus essbar ist.
Tipps und Tricks:
-
„versehentlich“ mal ein Stückchen Fleisch fallen lassen
-
Feste Fütterungszeiten einführen; nach der Fütterung wird der Napf
weggestellt, dies ist bei BARF ein absolutes MUSS schon aus hygienischen
Gründen- außerdem sind im Sommer sehr rasch Fliegeneier im Futternapf
-
Zu Beginn einfaches Fleisch (ohne Supplemente) füttern
-
Wenn das klappt, kann bis zu 20% der Mahlzeiten roh gefüttert werden.
(Jede 5.Mahlzeit oder jeden 5.Tag)
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Zwischen Roh- und Nass- bzw. Trofu- Fütterung 4 Stunden Abstand
lassen, damit es nicht wegen unterschiedlichen Verdauungszeiten zu
Verdauungsproblemen kommt.
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wenn das nicht klappt? Die Katze muss lernen, die Neophobie zu
überwinden. Grundprinzip ist eigentlich immer, Fleisch über minimale
Aufnahme kennenzulernen, bis es nicht mehr neu ist.
-
Trockenfutter mörsern, über das Fleisch streuen. Trockenfutter hat
einen intensiven Geruch, welcher für manche Katzen zu verlockend ist.
-
In eine Portion Nassfutter eine minimal, winzige Menge gewolftes
Fleisch geben, dies allmählich erhöhen.
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Das Fleisch an eine Schnur binden und eine „Spielangel“ basteln,
dies weckt den Jagdtrieb in manchen Katzen.
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Das Fleisch braten oder kochen. Das Fleich riecht dadurch
intensiver. Wenn es die Katze frisst, die Brat- bzw. Kochzeit verringern
bis hin zum Rohzustand belassen.
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Fett ist attraktiv für Katzen. Eventuell erwärmen und übergießen
oder das Fleisch in Fett „baden“ lassen.
-
Auch kann bei hartnäckigen Katzen das Rohe mit Katzenleberwurst oder
anderen Leckereien einbalsamiert werden, damit es verlockend riecht.
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Katzen mögen alles was verboten ist- das Fleisch auf einen Teller
anbieten. Nicht am eigentlichen Fressplatz servieren sondern „aus
Versehen“ irgendwo vergessen und stehen lassen- die Katze macht sich
vertraut mit dem Fleisch.
-
Außerdem Geduld haben- mit sich und der Katze. Sie muss erst lernen,
dass das Fleisch genießbar ist.
Supplemente einschleichen- wenn die Katze das Fleisch akzeptiert, ist
erst die halbe Miete rein. Es fehlen ja noch die Supplemente. Es
empfiehlt sich, einfach mal ein Grundrezept zu machen und der Katze
vorzusetzen. Man sieht dann was passiert- entweder sie frisst, oder eben
nicht. Dann müssen die Suppies eingeschlichen werden- von dem was am
meisten akzeptiert wird bis zu dem welches die meisten Probleme macht.
Keine Angst- eine Katze kann ein paar Monate ohne supplementiertes
Fleisch auskommen. Bei einer Ausschlussdiät beispielsweise bekommen
Katzen bis zu 12 Wochen lang unsupplementiertes Fleisch. Ein
Dauerzustand sollte es jedoch nicht werden.
Wenn man die Supplemente einzeln ausprobiert und sie gleich
aufgenommen werden ohne zu murren, dann ist das toll, jedoch eher die
Seltenheit. Wenn man zum -bäh- Auslöser gekommen ist, heißt es erneut
Geduld aufbringen. Das Supplement wird in homöopathischer Dosis
untergemischt, diese wird immer mehr erhöht, bis die benötigte Menge
akzeptiert wird.
Empfohlen hat sich folgende Reihenfolge für das einschleichen der
Suppies:
- Salz
- Calciumpräparat
- Taurin
- Leber
- Lachs
- Vitamin E
- Seealgenmehl
- Knochenmehl
- Fortain
Keime und Vorurteile:
Rohes macht die Katzen aggressiv- demnach müsste jeder Freigänger
kein liebevolles Mietzchen sein.
Fleisch enthält Salmonellen- nein. Wenn es frisch verarbeitet wird,
wäscht man es vorher ab. Natürlich sind Hygienemaßnahmen einzuhalten.
Die meisten Salmonellen befinden sich an der Fleischoberfläche- durch
das Abwaschen werden diese regelrecht weggespült.
Rohes ist ungesund- es ist das gesündeste was es gibt und kann
optimal an den Bedarf jeder einzelnen Katze angepasst werden.
Organkranke Katzen können eine individuell auf sie abgestimmte Ernährung
bekommen.
Die Katzen sind mit Nährstoffen unterversorgt- wenn man sich richtig
eingelesen hat und sich an die ausgerechneten Rezepte hält, kann dies
gar nicht passieren. Ein paar kleine Hinweise sollte man noch beachten
und dann ist es die ausgewogenste Ernährung für unsere Carnivoren die es
überhaupt gibt. Die ausgewogene Mahlzeiterstellung und Supplementierung
mit Verstand beugt einer Fehlernährung (wovor auch Tierärzte beim BARF
warnen) vor.
Katzen vertragen kein Rohes- ach ja, ich vergaß, wildlebende Katzen
gehen ja auch mit dem Grill streunen und braten die gefangene Maus
vorher ordentlich durch :-P
Meine Katze nimmt davon viele Keime in sich auf und ist dann
verwurmt- falsch, der Katzenorganismus ist auf genau das vorbereitet.
Freigänger und wildlebende Katzen schleifen ihre Beute im Dreck rum eh
sie es verzehren. Die Verdauung der gesunden Katze kommt mit diesen
Keimen super klar.
Aufgetautes darf man nicht mehr einfrieren- das ist Quatsch. Man muss
sich nur an die geläufigen Hygienemaßnahmen halten und beim Auftauen
für die Fütterung beachten, dass es nicht unter Sauerstoffabschirmung
auftaut- d.h. Tütchen und Dosen immer aufmachen zum auftauen.
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Hinweis: Dieses Dokument wurde selbstständig von mir verfasst, aus
der nachfolgenden Quellenangabe habe ich nur einige Informationen
gezogen, diese wurden selbstständig in den Text eingebaut! Wer sich
dennoch in sein Urheberrecht verletzt fühlt, den bitte ich um
Entschuldigung und um eine kurze Meldung bei mir.
Bitte beachtet, dass der Text viel Arbeit gemacht hat, von
Abänderungen bitte ich abzusehen bzw. bin ich VORHER über die
Kommentarfunktion zu informieren.
Quellenangabe:
- persönliche Notizen
-
http://dubarfst.eu/forum/dubarfst-die-barf-community.html
-
http://blaue-samtpfote.de/barf/barf.html
-
http://www.katzen-forum.net/ernaehrung-sonstiges/
Copyright: Cindy M.