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Donnerstag, 14. November 2013

Die Katzenhaarallergie

Informationen

Eine Katzenhaarallergie ist eigentlich ein falscher Ausdruck. Viel mehr reagiert der Allergiker auf bestimmte Proteine, welche an den Katzenhaaren haften und hauptsächlich im Speichel enthalten sind. Dadurch, dass sich Katzen putzen, gelangen diese Proteine an den gesamten Katzenkörper. Die kleinen Partikel sind sehr leicht und sehr lang schwebefähig so kommen diese dann auch in die unmittelbare Umgebung des Tieres und beim Allergiker entsteht die typische Allergie- Symptomatik.

Nicht jeder Allergiker reagiert gleich "schlimm". Die Symptomatik ist je nach Allergiker unterschiedlich stark ausgeprägt. Außerdem gibt es auch Unterschiede zwischen verschiedenen Rassen, Alter, Geschlecht des Tieres, denn die Produktion der kleinen allergieauslösenden Partikel fällt unterschiedlich aus.


Symptome

- allergischer Schnupfen mit Niesen
- Quaddelbildung auf der Haut
- Rötung der Haut, brennender, juckender Ausschlag
- Anschwellen und Jucken von Kratzverletzungen
- gerötete Augen
- tränende Augen
- geschwollene Schleimhäute
- Luftnot

Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein allergisches Asthma, welches bei Ausbruch auch lebensgefährlich werden kann, da der Erstickungstod bei Nichtbehandlung droht. Ein anaphylaktischer Schock ist außerdem eine große Komplikation bei Allergien und es besteht ebenfalls akut lebensgefahr und Krankenhauspflicht.


Diagnose

Eine Diagnose kann der Hausarzt mittels Allergietest stellen. So wird auch herausgefunden, wie stark ausgeprägt eine Allergie ist und ob Behandlungsbedarf besteht. Wichtig zu wissen ist auch, dass eine Allergie sich auch im Laufe des Lebens erst entwickeln kann. So kann es z.B. sein, dass ein Mensch 15 Jahre lange keine allergischen Reaktionen gezeigt hat und plötzlich tritt Symptomatik einer Allergie auf. Der Allergietest kann auch widerholt werden.

Bei einer sehr stark ausgeprägten Allergie, raten einige Ärzte sogar dazu, Menschen, welche Katzen besitzen zu meiden und vor Kontakt sollen diese sich umziehen.

Man kann sich außerdem bei einen Allergologen oder Homöopathen in Behandlung begeben.

Gute HNO- Ärzte führen auch Allergietests mit Haaren der eigenen Katzen durch- einfach mal nachfragen!


Differenzialdiagnose

Oftmals werden Hausstauballergien auch als Katzenhaarallergie gleichgestellt. Hier sollte unbedingt differenziert werden, vor allem bei Katzenbesitzern, denn zu wissen, um welche Allergie es sich handelt, ist der Grundsatz für eine erfolgreiche Behandlung.


Katzenliebhaber trotz Allergie

Katzenliebhaber sind dann erstmal geschockt. Nun sind sie in Besitz eines lieben Stubentigern und plötzlich die Diagnose Katzenhaarallergie. Die Ärzte raten natürlich dazu, die Allergieauslöser zu meiden- sprich Katzen abgeben. Das muss nicht immer sein und man sollte erst alle Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen, eh man sich nach einen neuen liebevollen Zuhause für die Tiere umschaut. Vermitteln wegen stark ausgeprägter und nicht behandelbarer Katzenhaarallergie kann man auch über Tierschutzvereine.

Die Möglichkeit, Katzenbesitzer trotz Allergie zu sein, ist abhängig von der Schwere der Allergie und der eigenen "Leidensfähigkeit".

Die Schulmedizin ist mit Allergietherapie oft "überfordert" und bei vielen Allergiegeplagten hilft eine Alternative Behandlung besser, als dass vollstopfen mit Medikamenten. Ein gut gemeinter Rat ist IMMER der Gang zum Heilpraktiker, diese kennen verschiedene Methoden und stellen einen individuellen Therapieplan zusammen und ändern diesen nach Bedarf auch ab (z.B. bei Nichterfolg oder Symptomatik- Verschlechterung)

Hier eine gut behandelte Katzenhaarallergie:

Die Allergie war sehr stark ausgeprägt, der Allergologe sagte nach Allergietest den Kontakt zu Personen mit Katzen zwingend meiden, da es verstärkt zur Allergiesymptomatik kommt. 1/2 Jahr später, wurden die Katzen gesittet, als wir im Urlaub waren UND- keinerlei Symptome! Behandelt mit: Cystustee










Behandlungsmethoden

Hyposensibilisierung

Bei der wird versucht, den Körper langsam an immer höhere standardisierte Konzentrationen des Allergens zu gewöhnen. Einige Krankenkassen übernehmen jedoch die Kosten der Hyposensibilisierung gegen Katzenallergene noch nicht, auch ist es z.T. schwierig geeignete Ärzte für eine HS zu finden, diese führen nämlich nicht alle durch. DIe HS ist eine lange Therapie, welche 2-3 Jahre andauert. Ein Therapieerfolg bei Katzenbesitzern ist hier leider jedoch fraglich, weil von Anfang an die Konzentration des Allergens in der unmittelbaren Umgebung dauerhaft zu hoch ist.

Über einen gewissen Zeitraum bekommt der Patient Spritzen mit Allergenen injiziert, dies sollte man vor der Hypo auch wissen.


Eigenbluttherapie

Hierbei spendet man sein Eigenblut und bekommt es gefiltert und ausgelesen in bestimmte Bestandteile zurück transfundiert. Somit stärkt man das Immunsystem und regt die Bildung von Blutzellen an, was eine wichtige Rolle bei den "Allergiezellen" spielt.

Ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt ist fraglich.


Akkupunktur

Hierbei werden spezielle "Körperpunkte" stimuliert durch das "anstechen" mit ganz feinen Nadeln. Über diese Methode kann ein Heilpraktiker sehr gut informieren und beratschlagen, ob dies eine sinnvolle Therapiemethode für den Betroffenen ist.

Die Akkupunktur ist eher bei schwach ausgeprägten Allergien eine Möglichkeit, um eine Verschlechterung zu vermeiden. Die Kosten hierfür werden so gut wie nie von den Krankenkassen übernommen.


Enzympotensierte Desensibilisierung (EPD)

Diese Therapiemethode soll weit höhere Erfolgschancen bieten, wie die herkömmliche Hyposensibilisierung. Man bekommt über den Winter (pollenfreie Zeit) verteilt 2 bis 3 Spritzen injiziert. Drei Tage vor und mindestens fünf Tage nach der Spritze soll man nicht in Kontakt mit Katzen kommen, um maximale Erfolge zu erzielen.

Es handelt sich hierbei um eine relativ neu entwickelte Methode, desswegen sind die durchführenden Ärzte rar. Die Übernahme der Kosten von der Krankenkasse ist nicht immer sichergestellt.


Homöopathisch

Hierfür sollte man sich einen guten Heilpraktiker suchen, eventuell auch einer der mit Tierheilpraktikern kooperieren kann. Ein bestimmtes Homöopathisches Mittel wird individuell zusammengestellt und man kann sich damit therapieren lassen. Auch können hier Bachblüten zum Einsatz kommen.


Bioresonanztherapie

Hierzu am besten an einen Heilpraktiker wenden, der kann die Methode ganz ausführlich beschreiben und dazu beraten!


Symptome lindern (empfohlen bei sehr schwach ausgeprägten Allergien)

Hier kann wiederrum die Schulmedizin gut helfen- Medikamente zum Abschwellen der Schleimhäute und Inhalationssprays können die Ärzte über Rezepte verschreiben. Außerdem auch Cremes zur äußeren Anwendung bei leichten Hautausschlag kann man sich verschreiben lassen.

Lisino und/oder Zyrtec sind gegen Allergiesymptomatik geeignet- beide Medikamente machen nicht müde!

Bei Juckaugen und Triefnasen hilft Cromoglicinsäure, gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Wenn die Nase/ Atmung ganz zu ist hilft Dexa-Rhino Spray (VERSCHREIBUNGSPFLICHTIG, KEINE Langzeitbehandlung empfohlen!)

Gegebenenfalls die klassische Palette der Asthmasprays anwenden- unter Rücksprache und Verordnung des Arztes.

Bei "nur" allergischen Schnupfen, kann man die Nase täglich mit Salzwasser reinigen (auf jeden Fall speziell dafür geeignetes Salz verwenden, wie z.B "Emser Salz"). Dafür die ausgediente Nasensprayflasche mit Salzlösung füllen und in die Nase sprühen.

Antihistaminikum wie z. B. Cetirizin oder Lorano vermindert ebenfalls die Allergiesymptome.

Rote und juckende Augen kann man mit gut wirkenden Augentropfen von Vividrin behandeln.


Behandlung der Katzen

Dann gibt es eine Art Spray, welches ALLERPET heißt. Dieses wird der Katze in das Fell gerieben (ist für die Katze völlig unschädlich). Es verhindert bzw. reduziert die Bildung von den Allergenen.


Behandlung der Umgebung

Man kann für die eigene Wohnumgebung einen Luftreiniger einsetzen. Hierfür gibt es speziell entwickelte Geräte für Allergiker. Die Allergene im Wohnraum werden minimiert, da die Luft "gesäubert" wird. Die Allergenbelastung wird auf ein Minimum heruntergefahren.


Alternative/ Unterstützende Behandlung

Man sollte außerdem sein Immunsystem stärken. Am besten auch mit Hilfe eines Heilpraktiker, dieser kann direkt Mittel nennen, welche auf bestimmten Ebenen wirken. Generell wirkt Vitamin C (Citrusfrüchte, Hagebutten) sehr immunstärkend. Propolis ist ein natürliches "Wundermittel", welches es in Pulver-, Tropfen- oder auch Salbenform gibt. Die Salbe ist ganz praktisch bei Kratzern. Es wird direkt auf die Wunde geschmiert und somit kann man das anschwellen und ausbreiten einer Rötung minimieren. Schwarzkümmelöl (-kapseln, schmeckt nicht besonders) können ebenfalls unterstützend wirken.


Pflanzliche Behandlung

Einige Pflanzen wirken ebenfalls positiv bei Allergien:

*Lapacho
Allergiker sollten über 4 Wochen hinweg täglich einen Liter in kleinen Mengen zwischen den Malzeiten trinken (lauwarm und ungesüßt). Danach folgen 4 Wochen Pause und dann beginnt die Tee- Kur von vorn, solange bis sich die Symptome lindern bzw. verschwinden. Außerdem sollten Allergiker einmal die Woche ein Bad (1L für eine volle Wanne) mit starkem Lapacho-Tee nehmen und den Tee regelmässig inhalieren. Außerdem kann man bei einer schweren Allergie mit Lapacho- Kapseln ergänzen.

Link: http://www.lapacho-tee.net/anwendung.html

*Cystus
Hauptsächlich stärkt Cystus das Immunsystem. Viren und Bakterien werden in ihrer Ausbreitung im Körper behindert, weil sie durch die in dem Pflanzenextrakt enthaltenen Inhaltsstoffe rechtzeitig blockiert werden. Ebenso kann Cystus eine positive Wirkung bei der Allergiebehandlung erzielen. Die Kur mit Cystustee entspricht von der Dosierung her der Lapachotee- Kur. Auch Cystus trinkt man über mehrere Wochen, macht Pause, widerholt dies. Außerdem Dampfbad zum Inhalieren machen und in Cystus baden.

Link: http://pagewizz.com/cystustee-wirkung-anwendung-und-nebenwirkungen-von-zistrosentee/


Kinesiologie ("Heilen durch Bewegung")

Die Kinesiologie gehört in den Bereich der komplementären Diagnostik- und Therapieverfahren. Blockierungen im Körper lassen sich mit ihrer Hilfe durch Energieausgleich lösen. Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert, die dann zur Unterstützung oder Erhaltung der Gesundheit eingesetzt werden. Das Basiswerkzeug stellt der Muskeltest dar. Das Grundprinzip dabei ist, dass jeder Muskel auf spezielle Reize reagiert: Nahrungsmittel, Medikamente, Farben, Kleidung, Emotionen, Stress etc. Durch diese Reize kann sich der Muskeltonus, d.h.die Kraft des Muskels, schlagartig ändern. Auf diese Weise kann uns der Körper selbst zeigen, was gut für ihn ist und was nicht. Unser Körper ist also ein phantastischer "Biocomputer", der uns ganz exakt Auskunft über seinen Zustand geben kann und somit eine individuelle ganzheitliche Therapie möglich macht.

In der Kinesiologie kann mit unterschiedlichen Konzepten gearbeitet werden:
http://www.kinesuisse.ch/kinesiologie/kinesiologie-konzepte.html

Die Behandlung erfolgt über einen Speziell Geschulten Kinesiologen und wird z.T. von der Krankenkasse übernommen.

Die Behandlung erfolgt ohne Medikamente und kann somit auch keine Nebenwirkungen hervorrufen. Zum Teil kann man schon nach der ersten Behandlung Erfolge erzielen, spätestens nach 3 Sitzungen minimiert sich die Symptomatik deutlich. Nach der Behandlung meidet man für 24h den direkten Kontakt zum Allergieauslöser (Katze). Wenn die Symptomatik erneut auftritt, wird eine neue Sitzung nötig sein, um es in den Griff zu bekommen.


Tipps und Tricks

- Teppichböden durch PVC/ Laminat/ Parkett/ Fliesen ersetzen, diese Böden saugen und wischen, denn durch kehren wird STaub erst aufgewedelt und die Allergene verteilen sich
- Katze oft bürsten/kämmen (aber natürlich nicht der Allergiker!), mit feuchtem Tuch abwischen (wenn er/sie es zulässt), außerdem kann man mit dem Furminator die Unterwolle minimieren, zur Unterstützung für gesundes Fell und um den Fellabwurf zu minimieren kann man Lachsöl oder Bierhefe (nur bei gesunden Katzen!) als Nahrungsergänzung reichen
- andere Allergien testen und behandeln, diese sind oft nämlich mehr ausgeprägt als die eigentliche Katzenhaarallergie
- Allergietest widerholen
- alle Behandlungsmethoden ausschöpen, eh man das geliebte Tier abgibt
- Bettzeug wegen Federn eventuell gegen Allergikerbettwäsche/ Kunstfasern austauschen
- nach jedem Katzenkontakt die Hände waschen, Katze nicht an das Gesicht lassen, zum schmusen kann man einen "Schmusekittel" tragen, Kleidung welche viel Katzenhaare anzieht wechseln
- ein Zimmer, auf jeden Fall aber Schlafzimmer, katzenfrei halten, bis Therapieerfolge entstehen
- vor dem zu Bett gehen die Haare waschen
- Beutellose Staubsauger benutzen, diese werden öfter entleert und den Behälter kann man auswaschen, außerdem lassen sich die Filter besser reinigen
- Putzen mit einer Feinstaubmaske
- Katzenschlafplätze am besten von dem Nicht-Allergiker im Haushalt reinigen lassen und dies regelmäßig
- Fusselbürsten nehmen Katzenhaare auf
- Beratung von Ärtzen die ebenfalls Katzen haben, diese sagen dann nicht pauschal: Katze weg!


Katzenhaltung trotz Allergie- ja es kann funktionieren!

Samstag, 5. Oktober 2013

Katzenleckerli selber gemacht

****Kleine Rezeptesammlung****

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"Schleck- Snack"

Zutaten: 
1 Eigelb
laktosefreie Milch mit hohem Fettgehalt
zuckerfreie Flüssig-Schleckstangen für Katzen (aus DM z.B.)

Hinweise:
- flüssige Schleckstangen können auch weggelassen werden
- max. 1x pro Woche geben, wegen Vitamin- A Gehalt im Eigelb

Zubereitung:
Eigelb von Eiklar trennen
in Schüssel geben und mit laktosefreier Milch und ggf. Schleckstange vermengen
zeitnah verfüttern, nicht aufheben, aus hygienischen Gründen (rohes Ei)

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"Kishas Lieblingsfeiertags-Snack"

Zutaten:
150g Hühnerbrustfilet
150g Seelachs (grätenfrei und ohne Haut)

Zubereitung:
für ca. 2h ins Gefrierfach
Backofen auf 150° vorheizen
Fisch und Fleisch in kleine Stücke schneiden
für ca.25 Minuten in den Ofen
dann Temp. auf 100° stellen, Ofentür ein Spalt breit offen lassen
ca. 30-40 Minuten im Ofen "dörren"
Ofen ausschalten, eventuell nachtrocknen lassen über Nacht

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"Katzen- Eis"

Zutaten:
laktosefreie Milch
1 Eigelb
1 Päckchen Trockenfleisch

Hinweise: 
- max. 1x die Woche geben wegen Vitamin- A Gehalt im Ei
- nicht für Katzen mit empfindlichen Magen geeignet

Zubereitung:
Milch und Ei mischen
Leckerli darunter mischen
ab ins Gefrierfach

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"Sommer- Leckerli" 

Zutaten: 
Hühnerbrühe 
kleine Fleischstücken 

Hinweise:
- nicht für Katzen mit empfindlichen Magen geeignet
- Fleisch und Brühe ungewürzt geben
- Brühe am besten selber ziehen

Zubereitung:
in entsprechende Förmchen geben
ab ins Gefrierfach
zum schlecken reichen
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"Käse- Leberwurst- Bällchen"

Zutaten:
Frischkäse natur, laktosereduziert
Katzenleberwurst

Zubereitung:
Frischkäse und Leberwurst vermischen
zu Bällchen formen
als Leckerli reichen

Guten Appetit!





Samstag, 20. Juli 2013

Katzenpflanzen und Katzenbalkon

Welche Pflanzen NICHT geeignet sind, kann man auf der "Giftpflanzenliste" nachlesen: 

Nun wollen wir aber welche aufzählen, die sehr gut geeignet sind, zum knabbern, spielen, verarbeiten und um den Maunzern ein wahres Dufterlebnis zu bereiten. Auf einen Balkon z.B. kann man so einen kleinen Katzenkräutergarten anlegen, darüber würde sich jede Katze freuen.


* Zwerg-Zyperngras
ist nicht so scharfkantig wie das Zyperngras, bei Katzen sehr beliebt, jedoch kann sich auch hier ein Halm im Rachen verfangen.

* Katzengamader
entwickelt sich v.a. auf den Balkon gut, sollte allein kultiviert werden oder in einen ausreichend großen Kübel, damit sie sich gut entwickeln kann, die Pflanze erinnert an einen Thymianstrauch und ist als Knabberpflanze unbedenklich

* große Katzenminze
entwickelt sich zu einer über 1m hohen Pflanze, kann weiß oder blau blühen, duftet sehr gut auch für die menschliche Nase


* kleine Katzenminze
die kleine Schwester der großen Katzenminze, kriecht eher am Boden lang, sonst die gleichen Merkmale wie die große Katzenminze, die kleine ist hervorragend dafür geeignet Minzekissen selber herzustellen wenn man die Blätter und Stengel selber trocknet.


* Golliwoog (Schönpolster)
eigentlich eine Nagerpflanze, ist allerdings auch bei unseren Katzen sehr beliebt, Golliwoog kann auf den Balkon gehalten werden, verträgt aber kein Frost, außerdem mag er es eher schattig- entwickelt sich beim richtigen Standort aber super!

* weiches Katzengras
im Handel als solches gekennzeichnet zu finden, die Blätter sind deutlich dicker und nicht scharfkantig, v.a. für Katzengeeignet die schlingen und wo sich gern mal ein Halm im Hals "verheddert", da das weiche Gras besser weiterrutscht.




* normales Katzengras
gibt es zum selber anpflanzen in Schalen (z.B. bei FN), eine schöne Alternative zu den Plastikschalen ist die Graspflanzschale von CatIt.

* Nagerwiese
kann man selber ansäen, meist ist GRas, Gänseblümchen & Klee enthalten, v.a. wenn man es in einen großen Kübel als Liegewiese anpflanzt macht man den Katzen eine große Freude.

* Gänseblümchen
"Bellis" sind unbedenklich und laden zum knabbern ein.

* Grünlilie
diese filtert Giftstoffe aus der Umgebung heraus, desswegen ungeeignet für Raucherhaushalte. Ansonsten bei Katzen sehr beliebt, aber auch diese ist z.T. scharfkantig, außerdem sollte akribisch darauf geachtet werden, dass Blüten abgemacht werden, weil die Blütenkapseln Toxine enthalten, welche Durchfall verursachen könnten.

* Gerstenhalme
ähnlich dem weichen Katzengras, sehr gut zum selber anpflanzen.

Außerdem sind Basilikum, Dill, Echte Kamille, Melisse, Gartenpetersilie, Kerbel, Lavendel hervorragend dazu geeignet um der Katze ein gefahrenfreies sinnliches Dufterlebnis zu bereiten.

Die Seite "Katzenminze" ist sehr zu empfehlen.

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Ideen für einen Katzenbalkon



Wer nicht die Möglichkeit eines gesicherten Gartens hat oder den Katzen Freigang bieten kann, kann eventuell als Alternative den Balkon katzengerecht gestalten. Die oben genannten Pflanzen sollten dabei nicht zu kurz kommen, schließlich sollen ja die Katzensinne geschärft werden. (alle genannten Pflanzen sind igens mehrjährig)



Der Balkon sollte natürlich mit einem Netz abgesichert sein, damit die Katze sich nicht verletzt oder entwischen kann.
 


 

Wichtig auf den Balkon sind schattige Plätze und Unterkünfte. Dabei muss es nicht der teure Outdoor KB sein, mit ein bisschen Know-How kann man z.B. ein Katzenhäuschen oder einen Aussichtsbaum selber gestalten. 











 Natürlich wollen die Maunzer über die Brüstung sehen um das Umfeld wahrzunehmen, dazu sollten Aussichtsbretter vorhanden sein.







 









Außerdem ein großer Tonnapf oder ein Kitty Lake, indem Wasser bereit steht, welches frisch sein sollte. Gerade solche Trinkquellen könnte man auch mit Steinen oder einzelnen Schwimmelementen "aufpeppen".




 
Total gern werden Liegeplätze in Pflanzkübeln angenommen. Eine große Pflanzschale in die man reines Gras pflanzt, lädt zum entspannen & dösen ein.




Wer ein Katzenklo auf den Balkon stellen kann, der sollte auf die regelmäßige Reinigung achten, damit es zu keiner Geruchsbelästigung kommt. Gerade in der prallen Sonne können sich unschöne Gerüche entwickeln. Als Streu eignet sich auf den Balkon am besten Ökostreu, weil es den wenigsten Geruch entwickelt.




Man kann Äste 
und Stämme bereitlegen, 
diese laden zum klettern ein. Wenn der Stamm breit genug ist, kann er auch als Liegefläche dienen.









 Zur Abkühlung kann man Steine oder Fliesen auslegen. Gern nutzen dies die Katzen um die Hitze etwas auszugleichen. 


Fressen sollte auf den Balkon keins stehen, es zieht Ungeziefer (Ameisen, Fliegen) an und es ist unhygienisch.

 




 Auch Abends kann man gemeinsam mit den Tigern auf den Balkon verweilen, da gibt es sehr viel mehr zu beobachten und es gilt den ein oder anderen Insektenschmaus zu vertilgen ;)

 Weitere Impressionen von Katzenbalkonien:






Dienstag, 11. Juni 2013

Barf auf Facebook


Barfpedia- Gruppe:
https://www.facebook.com/#!/groups/441219009254329/
zur Plattform Barfpedia....

Katzen barfen- Gruppe:
https://www.facebook.com/#!/groups/215633838564342/
Infotexte, Beratung uvm.






Die große Reportage - Aus Liebe zur Gier? Wenn Tierärzte pfuschen....(RTL-now.de)

"Wenn das Tier krank ist, leidet auch der Mensch - jedes Herrchen oder Frauchen kennt die Sorgen, wenn der geliebte Vierbeiner krank oder gar verletzt ist: Auf geht es zum Tierarzt, der wird es schon richten. Doch dieses Vertrauen wird von so manchem Weißkittel missbraucht. Denn die schwarzen Schafe der Branche kümmern sich manchmal vor allem um eins: den persönlichen Profit.
......

Dr. Jutta Ziegler kennt die fragwürdigen Methoden ihrer Kollegen. Als praktizierende Tierärztin muss sie immer wieder die Fehlbehandlungen anderer Veterinäre korrigieren. In ihrem Buch rechnet sie mit der Ärzteschaft und der Futtermittelindustrie ab."
......

http://rtl-now.rtl.de/die-grosse-reportage/aus-liebe-zur-gier-wenn-tieraerzte-pfuschen.php?container_id=74408&productdetail=1&season=0&s0=1

Quelle: RTL-now.de

Freitag, 7. Juni 2013

Biologisch Artgerechtes Rohes Futter = BARF, ein Leitfaden

Ein guter Anfängerleitfaden:
http://www.pristine-paws.de/ke_raw.htm



Allgemeines:
BARF= Biologisch Artgerechtes Rohes Futter

Katzenbarf ist ein sehr komplexes Thema. Alle wichtigen Supplemente werden dem Futter zugesetzt, damit die Katze optimal versorgt wird und die Mahlzeiten ausgewogen sind.

Dass das Supermarktfutter und überteuertes Markenfutter wie Whiskas, Felix & Co. Nur Werbelügen sind, darüber sollten wir schon ausreichend informiert haben. Hochwertiges Nassfutter ist das Mindeste was man seiner Katze in den Napf geben sollte.

Grundlage ist Rohes Fleisch, welches man am besten aus speziellen Onlineshops bestellt. Da gibt es spezielle BARF Shops, die nur für den BARF Verbrauch produzieren. Da braucht man dann nicht in den Zwiespalt kommen, dass die Katzen schlecht gehaltene Tiere zu fressen bekommen und man die Massentierhaltung unterstützt.

BARF ist die artgerechteste Ernährung unserer Katzen. Katzen sind Carnivoren- d.h. reine Fleischfresser. Kein Dosenfutter, so hochwertig es auch sein mag, erreicht die Fleischmenge, welche die Katzen in Natura aufnehmen würden.

Auch bei Erkrankungen- z.B. Allergien, Übergewicht, Unverträglichkeiten, Verdauungsstörungen, kann BARF helfen, dass die Katzen ihr Fressen wieder vertragen & z.B. Übergewicht reduziert werden kann.

Noch ein kleiner Hinweis: Auch bei Nierenproblemen oder sonstigen organischen Störungen kann man barfen. Es ist sogar besser, eine erkrankte Katze zu barfen, als sie mit Industriefutter zu füttern. Man weiß da schließlich nie zu 100% was da in die Katze kommt. Beim BARF kann man sich alles vor Augen halten, man weiß ganz genau, mit was man da seine Katze füttert, bei erkrankten Katzen kann das Fressen optimal an den Bedarf der verschiedenen Nährstoffe angepasst werden. Dies ist ein großer Vorteil im Gegensatz zum Dosenfutter.

Dosenfutter:
Kein Dosenfutter erhält 100% Fleisch, keinerlei Nebenerzeugnisse, nur verträgliche Stoffe, eine genaue Deklaration, kein Getreide und kein Zucker, alles angepasst an Katze sowieso, was im bezahlbaren Rahmen bleibt. ;-)

Es gibt durchaus gutes Nassfutter. Aber keines was perfekt ist.

Zucker im Dosenfutter ist schädlich- es macht die Katzen fett, macht nicht satt, regt den Appetit unnötig vermehrt an, der Katzenorganismus kann es nicht richtig verwerten, da es in der natürlichen Katzennahrung kein Zucker gibt, und es lagert sich an. Die Blutgefäße verfetten, es kommt zur Organverfettung, die Zähne werden schlecht, es lagert sich vermehrt Zahnstein an, die Katze könnte an Diabetes erkranken. Gründe genug, dass kein Dosenfutter Zucker enthalten sollte. Gezuckerte Mäuse gibt es in der Natur auch nicht.

Getreide- können die Katzen nicht verwerten, es enthält Kohlehydrate, welche für die Katze sehr schwer verdaulich sind und dies demzufolge die Verdauung sehr belastet. Getreide hat eine ganz andere Verwertbarkeit als Fleisch, es benötigt eine längere Verdauungszeit als Fleisch- worrauf die Katzenverdauung angepasst ist- und die eigentlichen Inhaltsstoffe fehlen den Tieren dann. Getreide ist ein häufiger Allergieauslöser, außerdem kann es Harngrieß oder Steine im Urogenitalsystem verursachen und zu Nierenschäden führen.

Vorbereitungen wenn man barfen möchte...
Es ist sehr wichtig, sich mit dem Thema richtig auseinander zusetzen. Man muss sich viel einlesen und Wissen aneignen. Informationen zusammentragen, sich immer wieder belesen, bis man alles versteht. Wenn man ohne Hintergrundwissen barft, könnte man eine Mangelversorgung an Nährstoffen bei seiner Katze riskieren.

Man sollte sich auch grob ausrechnen, im Vorfeld, für wieviel Tage man die Mahlzeiten vorbereiten möchte. Das kann man sich gut selber ausrechnen, wenn man seine Rezepte erstellt hat. Mit dieser Menge macht man sich dann Gedanken um die Lagerung und eventuell um eine Anschaffung eines Tiefkühlers. Mit nur einem Gefrierfach kommt man oft nicht weit und man muss öfter bestellen, was immer wieder neue Versandkosten bedeudet...

Meine Tipps für BARF Einsteiger:
  • Notizen machen (z.B. ein Notizbuch beginnen, wo alles zum Thema reinkommt)
  • verschiedene Informationsquellen benutzen
  • ans dubarfst.eu Forum wenden, sich kurz vorstellen und sich dann durch die wichtigen Themen lesen bzw. wenn Fragen aufkommen gleich stellen, man bekommt da sehr gut Hilfe
  • wichtige Infos und hilfreiche Tipps notieren
  • die Scripte und den Kalkulator von dubarfst dienen als Grundlage, mit dem Kalki kann man im Vorruas schonmal rumexperimentieren und die Scripte enthalten alle wichtigen Infos
  • wissen, wofür man barft, d.h. Will ich meine Katze „nur“ gesund ernähren? Ist sie krank und benötigt eine spezielle Ernährung? Soll sie abspecken? Und zum jeweiligen Thema Infos sammeln und sich schlau machen bzw. einlesen
  • anfangs alles erstmal „wirken“ lassen, es ist sehr viel was da an Informationen auf einen herabfällt und sich später ganz in Ruhe, alles Gesammelte Wissen nochmal durchgehen
  • Hilfreiche Links notieren oder in den Ablagen abspeichern
  • den Katzen erstmal Rohes ohne Supplemente vorsetzen und schonmal die Fleischsorten durchprobieren, erlaubt ist alles außer Schweinefleisch & auch Fisch ist eher kritisch zu betrachten

Hinweis: 20% der Mahlzeiten in einer Woche können Roh komplett unsupplementiert gegeben werden, ohne das es zu einer Unterversorgung an Nährstoffen kommt. Man gibt ja nebenbei noch Dosenfutter, wo der Bedarf an Vitaminen und Co. gedeckt sein sollte.

Barfen ist preiswert!
16 Tage Futter für eine Katze- BARF
1 Suppenhuhn
500g Hähnchenherzen
500g Hähnenmägen
56g Hähnchenleber
110g Möhre
12,5g easy B.a.r.F
1,34g Seealgenmehl
3,2g Fortain
17g Weizenkeimöl
0,73g Knochenmehl
5,75g Eierschale
5g Taurin
60g Schweineschmalz
Der Preis für alle Zutaten beträgt ungefähr 10€. Wenn das Rezept für 16 Tage reicht, dann sind das 0,62EUR pro Tag und Katze.
Anstelle des easy B.a.r.F ausschließlich natürlich supplementiert und das Weizenkeimöl gegen 4- 6 Tropfen Vitamin E von Allcura getauscht, wird der Preis noch etwas günstiger. Barfen ist günstiger- auch längerfristig gesehen. Die Katze wird mit BARF gesünder ernährt, im Alter treten eventuell nicht so viele Erkrankungen auf und man kann Tierarztkosten sparen. Der Organismus der Katze wird nicht unnötig belastet- BARF ist auf die Katzenverdauung ausgelegte Ernährung welche leicht verdaulich ist, im Rohfutter sind hochwertige Proteine und Fette enthalten. Auch wenn man z.B. aller 2-3 Monate Fleisch bestellt, man zahlt einmal Versandkosten. Wenn man jetzt Fleisch für ein paar Monate bestellt, dann muss man sich vorher anhand seiner Rezepte natürlich ausrechnen, wieviel man benötigt. Auf 4 Katzen gerechnet läge ich bei ca. 200€ für 4 Monate. Dies sind 50€ im Monat, also 12,50€ pro Katze. Wovon das Tier sinnvoll und gesund ernährt wird.
Die Supplemente beim Ersteinkauf kosten natürlich auch etwas. Aber die hat man sehr lang. Und man muss diese nur bei Bedarf nachbestellen.

Rezepte:
Ein Barf-Rezept besteht aus: Fleisch (eventuell mit Knochen) + (eventuell Innereien) + Supplemente + Fett + (eventuell Öle) + (eventuell Kräuter) + Ballaststoffe + Wasser

Rezepte erstellen- davor muss man entscheiden mit was man supplementieren will, entweder mit einer Fertigmischung oder mit komplett natürlichen Supplementen. Für den Beginn gibt es sogenannte „Grundrezepte“. Diese erleichtern den Einstieg ins BARF. Über eine gewisse Zeit kann man diese Rezepte verwenden, allerdings sollte man sich so über den Nährstoffbedarf der Katzen informieren, dass man später auch eigene Rezepte erstellen kann. Nachfolgend die Grundrezepte mit natürlichen Suppies bzw. mit easyBARF & Felini Complete.

Natürliche Supplemente
1 kg Fleisch (Muskel, Herz, Magen)
40 g Leber
5-6 g Eierschale ODER 5 g Calcium-Carbonat ODER 10 bis 11 g Calcium-Citrat
2 g Taurin
30 g Lachs = Salmon salar
30 g Weizenkeimöl ODER 2 Tropfen Vitamin E (Allcura)
2 g Salz
11 g Fortain
1,3 g Seealgenmehl
2,5 g Bierhefe
ca. 400 ml Wasser (je nach Akzeptanz)
ca. 50 g Ballaststoffe
Fett nach Fettgehalt des Fleisches & Bedarf der Katze

easyB.A.R.F.
1 kg Fleisch (Muskel, Herz, Magen)
10 g easyB.A.R.F.
5 g Eierschale ODER 5 g Calcium-Carbonat ODER 10-11 g Calcium-Citrat
2 g Taurin
maximal 25 g Leber
KEIN Salz
ca. 400 ml Wasser (je nach Akzeptanz)
ca. 50 g Ballaststoffe
Fett nach Fettgehalt des Fleisches & Bedarf der Katze

FeliniComplete
1kg Fleisch (Muskelfleisch, Herz, Mägen)
12,5g FeliniComplete
50g Gemüse/ Ballaststoffe
Fett je nach Fettgehalt des Fleisches & Bedarf der Katze
ca. 400ml Wasser
12g Taurin
- in Verbindung mit Felini Complete nie Knochen geben, da das Ca/Ph Verhältnis sonst abrutscht
- manche Katzen mögen Felini Complete nach dem einfrieren nicht
- von einer dauerhaften Gabe von Felini Complete ist abzusehen, da der Vitamin A und D Gehalt unausgeglichen ist

Die Rezepterstellung der eigenen Rezepte macht man am besten mit dem Kalkulator. Im dubarfst.eu Forum kann man einen gegen eine geringe Spende erwerben. Diese Spende geht an einen Tierschutzverein.

Für den Kalkulator benötigt man einige Daten. Das Alter der Katze, die Aktivität, das verwendete Fleisch und die Fleischmenge, die verwendeten Supplemente & für wieviel Tage man ein Rezept erstellen möchte. Das berechnen der benötigten Mengen übernimmt der Kalkulator. Man bekommt das optimale angezeigt und man muss dann seine Mengen anpassen, bis man ein fertiges Rezept hat. Dieses kann man sich dann sogar ausdrucken.

Jede Fleischsorte und auch Tierart enthält unterschiedliche Mengen an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Daher sollten man niemals nur ein Rezept haben und ständig verwenden. Varieren der Fleischsorten und Supplemente bietet Abwechslung für die Katze. Die ist das A und O bei der Ernährung der Katze- auch beim BARF.

Das Fleisch:
Fleisch ist der Hauptbestandteil unserer Rezepte für die kätzischen Carnivoren ;-)
Es empfiehlt sich, Fleisch aus sogenannten BARFshops zu bestellen. Der Bestellvorgang wird auf der jeweiligen Shopseite gut beschrieben, so kann man sich vorher die Infos einholen, z.B. wann ausgeliefert wird, dass man dies abstimmen kann mit der Verarbeitung des Fleisches zu den Portionen.

Bei den Fleischsorten ist eigentlich alles möglich außer rohes Schwein, da dies Viren der Aujeszkysche Krankheit enthalten könnte. Es betrifft das Hausschwein, als auch das Wildschwein. Die Erkrankung ähnelt der Tollwut und führt rasch zum Tod.
Aber von Geflügel, über Kaninchen, zum Rind und Hasen bis hin zum Känguru ist alles möglich.

Das verträglichste Fleisch ist wohl Geflügel. Es hat auch die höchste Akzeptanz und ist vor allem für Einsteiger gut geeignet. Damit lassen sich die meisten Katzen locken und letztendlich doch überzeugen.

Rind ist manchmal nicht sehr beliebt und wohl auch nicht immer sehr verträglich. Manche Katzen verweigern die Aufnahme von Rind. Nach dem Fressen von Rindfleisch neigen manche Katzen zu Übelkeit und Erbrechen, nach der Verdauung könnte es auch zu Durchfall kommen- vor allem bei Katzen die erst eine kurze Zeit gebarft werden.

Fisch- Katzen als reine Fleischfresser sind auf Nahrung mit einem hohen Anteil an hochwertigen tierischen Eiweiß angewiesen. Dieses ziehen die Carnivoren aus Fleisch, aber auch Fisch enthält sehr viel davon mit allen essentiellen Aminosäuren. Aus diesen Grund kann roher Fisch eine Bereicherung des Roh-Speiseplans darstellen. Fisch gilt als leichtverdaulich (er enthält nur einen geringen Anteil an Bindegeweben, im Gegensatz zu Warmblütern), vor allem Katzen mit einem empfindlichen Verdauungssystem können davon also profitieren.

Fischfütterung ist dennoch sehr umstritten, da er dafür berüchtigt ist, in hohem Maße Schwermetalle, Dioxine oder Schadstoffe aus Pflanzenschutzmitteln oder chlororganische Rückstände aus Industriechemikalien zu enthalten. Fische nehmen diese Stoffe über die Nahrungskette auf. Im Laufe der Zeit reichern sich diese meist fettlöslichen Stoffe im Fisch an. Betroffen sind hauptsächlich sehr fette Fische und die Organe von Fischen (da diese Fett speichern).

Außerdem gibt es Fische, die "Thiaminase"-haltig sind - diese sind nicht gut für Katzen, thiaminasefreie Fische hingegen schon. Thiaminase ist ein Enzym, das Thiamin (Vitamin B1) in zwei Moleküle spaltet und damit für den Organismus unbrauchbar macht.

Nicht-thiaminasehaltig = fütterbar:
Forellen, Lachse, Aale, Hecht, Barsche, Brasse, Kabeljau, Schellfisch, Seehecht, Heilbutt, Seezunge, Scholle, Sprotte, Rochen
Thiaminasehaltig = lieber nicht:
Karpfen, Rotfeder, Plötze, Goldfisch, Schleie, Elritze, Stint, Schmerle, Wels, Weissfisch, Hering, Hai

Für die Rezepte benötigt man reines Muskelfleisch als hochwertigen Proteinlieferanten, ca. 25-30g pro kg Katzengewicht. D.h. Eine 4kg Katze erhält 100-120g FLEISCH am Tag (reines Fleisch, ohne Supplemente, dass muss man beim portionieren beachten!) Zum reinen Fleisch zählt Muskelfleisch, Herz und Magen.

Innereien sollte man nur wenig füttern. Auch hier kann man sich nach den Werten im Kalkulator richten. Es ist immer zu beachten, dass die Hauptmenge eines Rezeptes das Muskelfleisch ausmachen sollte. Der Bedarf der Katze wird aber meistens schon durch die als Vit.A Supplement verwendete Leber abgedeckt, sodass man keine Innereien mitfüttern muss. Füllsttoffe sind beispielsweise Euter und Lunge. Diese sättigen die Katze (für besonders verfressene). Nieren sollte man nur sehr sehr wenig bis gar nicht geben. Es ist das Entgiftungsorgan Nummer 1. Herz zählt nicht zu den Innereien, sondern zum Muskelfleisch. Mägen sind als Kauartikel gut.

Zum Thema Knochen- Knochen nie gekocht, gegart, gebraten geben, wegen der Splittergefahr, dies sollte ja eigentlich klar sein. Rohe Knochen könnten durchaus mitgefüttert werden, viele Katzen tun sich damit allerdings schwer. Auch Knorpel werden oftmals genommen. Dabei ändert sich aber der Supplementebedarf der Katze, dies sollte man beachten. Der Kalkulator zeigt einen das an. Außerdem sollten die Knochen katzengerecht gegeben werden. D.h. Ein 4kg Kätzchen kein Knochen des Hinterlaufes eines Rindes vorlegen...Knorpel findet man oft in Gänsehälsen oder Hähnchenhälsen. Auch Hühnchenflügel kann man geben. Bei manchen Katzen ist die Akzeptanz nicht ganz so gut. Generell empfiehlt sich die Fütterung von Knorpel und Knochen erst dann, wenn man mit BARF schon Erfahrung hat und kein Einsteiger mehr ist und man den Nährstoffbedarf seiner Katze kennt und die Supplemente ordentlich zuordnen kann.

Fett ist wichtig in der Katzenernährung. Es ist der wichtige Energielieferabt und macht die Katze nicht dick, da sie es wertvoll verwerten kann. Fett ist eigentlich ein Supplement- dafür nimmt man Schmalz. Allerdings erscheint es hier in der Fleischrubrik, da man auch fettes Fleisch verwenden kann. Dazu gehört Hühnchenhaut und Rindersuppenfleisch.

Die Supplemente:
Die Supplemente sind die Nährstoffe welche den Rezepten zugesetzt werden. Neben den Proteinlieferant Fleisch benötigt eine Katze ja auch noch andere Dinge, wie z.B. Vitamine, Mineralien, Fette, Fettsäuren, Spurenelemente etc.

Es mag komisch klingen- man ernährt die Katze naturnah und setzt dann künstliche Supplemente zu. Hierbei kann man aber auch auf natürliche Supplemente ausweichen, welche ich in der Liste erläutere. Oftmals muss man hier aber mehrere Präparate kombinieren um eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sicherzustellen.

Supplemente sind wichtig, weil mit "nur Fleisch" ist es nicht getan. 200g Putenbrust entsprechen keiner Maus mit Haut und Haar. Bei einer Maus ist alles komplett dran, womit die Katze ausreichend versorgt wird. Beim Barf versucht man das so gut wie möglich "nachzubauen". Ein Mangel an einem Supplement können Katzen über einen Zeitraum von 8 Wochen ausgleichen. Das heißt, wenn in einer Woche XY 10g zu wenig ist, regulieren dies Katzen, indem sie die Woche drauf 10g von XY mehr zu sich nehmen.

Dem entgegen gibt es noch fertige Vitamin- Mineralpräparate, sogenannte Mischungen. Beispiele für solche fertigen Mischungen sind z.B. easyBARF, FeliniComplete, Nekton-Cat-M und Catfortan, Instinnct TC und Felini Future, Canina Cat Tabs & Aptus Multicat. Die jeweiligen Gebrauchsanweisungen sind zu beachten!

Die Supplemente kann man komplett online beziehen, am besten gesammelt auf lillysbar.de. Dort wird auch alles noch einmal erläutert und man kann sich auch da noch einige Hinweise holen.

Die Menge der Supplemente für das jeweilige Rezept bzw. für die jeweilige Katze rechnet der Kalkulator vor. Man sollte sich an die genaue Menge halten und die letzte Kommastelle aufrunden, um eine Unterversorgung mit den Nährstoffen zu vermeiden. Der Kalkulator sollte eine Genauigkeit mit der eingegebenen Menge von 95-100% haben. Dann ist die Katze optimal versorgt. Außerdem ist darauf zu achten, über 2 Wochen einen Ausgleich zu schaffen. D.h. Wenn ein Supplement in den einen Rezept 95% erreicht, dann sollte es im nächsten wieder 105% haben. So schafft man immer wieder einen Ausgleich der fehlenden Nährstoffe von einem Rezept zum nächsten.

Supplemente sind folgende:
Vitamin D3 tiefgekülter Lachs, SalmonSalar, ist für die Omega-3 und Vitamin D Versorgung der Katze zuständig Alternativ: Sprotte, Forelle, Vitamin D3 Tabletten zermörserd
B Vitamine Biehefe enthält die wichtigen B Vitamine und Aminosäuren, ist allerdings nicht für nierenkranke Katzen geeignet, da es Phosphor enthält! Alternativ: Vitamin B Komplex= Phosphatfrei, Biotin
Eisen Fortain, wird hergestellt aus den roten Blutfarbstoff Hämoglobin von Schweinen Alternativ: Rinderblut als natürliche Variante, FerroSanol- Tropfen, wenn die anderen beiden Dinge nicht angenommen werden
Jod Seealgenmehl, ist ein natürliches Meeresalgenprodukt, nicht bei Schilddrüsenüberfunktion anwenden Alternativ: Jod-Tabletten aus der Apotheke
Magnesium Spirulina, ist getrocknetes Algenpulver welches Magnesium und Linolensäure enthält, es ist außerdem ein leicht verdauliches Eiweiß Alternativ: Magnesiumgluconat, Magnesiumcitrat
Vitamin E Weizenkeimöl oder Vitamin E Tropfen von Allcura, die Tropfen sind eine gute Alternative zum Öl, da diese die Nieren nicht belasten Alternativ: Vitamin E Pulver aus der Apotheke
Vitamin A Leber, bevorzugt Hähnchenleber enthält außerdem Retinol Alternativ: Eigelb Achtung! Schnelle Überdosierung! Dorschlebertran, hierbei wird oft Vit.D3 sehr hoch
Calciumsupplemente Einige Fertigpräparate enthalten schon Calcium und Phosphor, nur das Verhältnis sollte bei diesen Produkten noch korrigiert werden, dies schafft man mit einem reinen Calciumpräparat, man sollte hierbei kein Knochenmehl geben!
Knochenmehl Korrigiert fehlendes Phosphor und Calcium im Rezept, wenn keine Knochen verarbeitet werden. Alternativ: Dicalciumphosphat
Calcium Calciumcarbonat, ist ein Salz der Kohlensäure, enthält viel Calcium Calciumcitrat, ist ein Salz der Citronensäure, enthält weniger Ca Alternativ: Eierschalen gemahlen, Muschelkalk
Fett Schmalz Alternativ: fettes Fleisch wie Haut oder Suppenfleisch oder Rinderfettpulver
Natrium Salz, jodfreies naturbelassenes Himalaya- oder Meersalz für einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt
Wasser Fleisch enthält nur noch 60-70% Wasser, daher muss den Mahlzeiten noch zusätzlich Wasser zugesetzt werden
Lachsöl wird benötigt um die Omegafettsäuren in den Rezepten auszugleichen
Nachtkerzenöl während des Fellwechsels als Kur täglich 2-4 Tropfen
Borretschöl positive Wirkung auf Fell und Haut
Grünlippmuschel kurmäßig für die Gelenke

Vitamin A und D, welche wichtig sind für die Katze, können schnell überdosiert werden und führen überdosiert auf Dauer zu Schäden. Beide Vitamine sind wasserlöslich und reichern sich im Katzenorganismus an. Dies verhindert die Aufnahme von anderen Vitaminen und Mineralien.

Die richtige Dosierung der Vitamine ist sehr wichtig. Eine Unter- oder Überdosis kann über kurz oder lang zu Schäden führen.
Vitamin A:
Ein Mangel kann zu Skelettschädigungen, Augenerkrankungen und Potenzstörungen führen.
Eine langfristige Überdosis verursacht Gelenkschäden und Knochenwucherungen und somit Störungen des Bewegungsapparates.
Vitamin D:
Eine Überdosierung führt zur Anreicherung im Organismus. Andere wichtige Vitamine können nicht aufegnommen werden.
Vitamin B1:
Mangel kann Appetitmangel und somit zur Abmagerung führen und Nervenstörungen verursachen.
Vitamin E:
Ein Mangel kann Appetitlosigkeit, Fettgewebserkrankungen und Entzündungen hervorrufen.
Taurin:
Taurinmangel führt zu Schäden an der Netzhaut, die zur Erblindung führen können. Bei tragende Kätzinnen kann es zu Skelett- und Nervensystemschädigung des Föten kommen. Kitten könnten Entwicklungsstörungen bekommen.
Kalzium:
Ein Mangel führt zu Schädigung von Zähnen und Skelett.  


Öle und Kräuter:
Kräuter enthalten viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Dies ist für Katzen essentiell, d.h. es wird über die Nahrung dem Organismus zugeführt. Kräuter sind als Futterergänzung zu sehen und sollten mit Herz und Verstand eingesetzt werden.
Öle sollte man auch eher rationiert einsetzen. Lachsöl muss immer mit an ein Rezept ran, damit die Fettsäuren ausgeglichen werden. Außerdem kann man Weizenkeimöl als Vitamin E Supplement verwenden. Zusätzlich könnte man beispielsweise Kokosöl, Hanföl, Nachtkerzenöl & Dorschlebertran geben. Von pflanzlichen Ölen sollte man eher Abstand nehmen. Vor- und Nachteile der aufgezählten Öle kann man auf diversen BARF Seiten nachlesen.

Knochen:
Man kann Katzen Knochen geben. Manche akzeptieren dies nicht, andere nehmen diese dankend an, wieder andere muss man an die Knochenfütterung gewöhnen. Hierbei gilt es zu beachten, dass man Knochen NUR IM ROHEN ZUSTAND, also weder gegart/gekocht/gebrüht/gebraten geben darf, weil sie sonst splittern könnten und im Verdauungstrakt die Schleimhäute verletzen könnten. Knochen enthalten Calcium und Phosphor, dementsprechend passt man da seine Rezepte an. Wer keine Rezepte machen möchte, füttert einfach mal als kleines "Schmankerl" Geflügelhälse, Hühnchenklein, Hühnchenflügel. Einige Katzen mögen dieses besondere Leckerli besonders und gut für die Zähne und den Kauapparat ist es außerdem.


Ballaststoffe:
Die Ballaststoffe sollten mindestens 5% der verwendeten Fleischmenge ausmachen. Manche Katzen benötigen mehr Ballaststoffe, dass ist individuell. Wenn man bemerkt, dass die Katze ein sog. Kotabsatzproblem bekommt, d.h. Sie verstopft ist, müssen die Ballaststoffe erhöht werden. Auch Flohsamenschalen können hier Abhilfe schaffen- man lässt 1 TL in 150ml Wasser über Nacht quellen und gibt sie dann der Katze.
Als Ballaststoff verwenden kann man z.B. Sesam, Zucchini, Gurke, Möhre oder Tomate.

Ganze Futtertiere:
Ganze Futtertiere kann man natürlich auch verfüttern. Hierbei handelt es sich um Küken, Wachteln, Fische oder Mäuse. Es sind nicht die natürlichen Futtertiere, denn die hochgezüchtete Futtermaus entspricht nicht der wildlebenden Maus, welche die Katze frisst und das Küken, welches männlich ist und aussortiert wurde, da es keine Eier legen kann, entspricht mehr Ei als Vogel.

Im Küken befinden sich der sog. Dottersack, welcher viel Vitamin A enthält. Man kann täglich 1-2 Küken geben, wenn man aber mehr geben möchte, empfiehlt es sich den Dottersack anzustechen und das Eigelb auszudrücken, damit es zu keiner Überversorgung mit Vitamin A kommt, was schädlich wäre.

Die männlichen Küken sind eh da, würden letztendlich bzw. höchstwahrscheinlich geschreddert sowieso ins Katzenfutter kommen. Da kann man sie auch ganz geben.

Futtermäuse sollte man immer kritisch betrachten- diese haben es in der Haltung, da es ja „nur“ Futtermäuse sind nicht gut. Keiner weiß so recht was sie letztendlich zu fressen bekommen haben und ob da nicht doch eventuell was schädliches dabei war.

Viele Katzen wissen anfangs nicht so richtig was damit anzufangen, wenn sie so ein totes Tierchen vorgelegt bekommen. Hier gilt- immer wieder probieren, ob es Katze vielleicht doch mal kosten möchte. Ein Tipp: das aufschneiden und der Duft des Blutes ist manchmal sehr verlockend.

Auch Wachteln gibt es als Futtertiere zu kaufen.

Noch ein Hinweis: In Deutschland ist die Lebendfütterung aus Tierschutzgründen verboten. Daher kommen nur tote Futtertiere als Mahlzeit in den Katzennapf!

Man kann seine Katze auch ausschließlich mit Futtertieren füttern. Dazu gibt es das sog. Prey Model. Hierbei werden nur ganze Futtertiere gegeben, also mit Haut und Haaren sozusagen. Für den Normalhaushalt ist diese Fütterungsmethode nur schwierig durchzuführen, da es manchen Futtertieren an z.B. Schilddrüse oder Federn etc. fehlt, was dann bei unseren Katzen eine Unterversorgung an lebenswichtigen Stoffen hervorruft. Außerdem ist das Prey Model nur erfahrenen Barfern zu empfehlen. Belesen kann man sich dazu im Internet, leider gibt es dazu keine deutsche Seite, dafür aber eine sehr gute englische.

Einkaufsliste:
Wenn man sich in die Marterie eingelesen hat und alles soweit verstanden hat, kann es losgehen. Die Rezepte sollten bereit gehalten werden für die erste Fleischlieferung und ein Notizzettel bereitliegen. Am besten die Katzen aus der Küche verbannen, beim zubereiten des ersten Rezeptes benötigt man schon noch Konzentration.

Doch vorerst fehlt noch was. Also was muss man eigentlich kaufen bzw. was sollte bereitstehen??
  • Fleisch!
  • Kalkulator
  • Scripte
  • eventuell einen Fleischwolf
  • Pürierstab mit Pürierschüssel
  • Präzisionswaage mit Gewicht (0,01gr.)
  • Mörser und Stößel
  • Küchenreibe
  • großes Schneidebrett
  • event. Handschuhe
  • scharfe Messer
  • eventuell Küchenhammer, Küchenbeil, Geflügelschere
  • Gefriertüten oder Gefrierschüsseln
  • Tiefkühler
  • Tiefkühlmarker zur Beschriftung der Portionsbeutel
  • Küchenwaage in Gramm
  • die größte Schüssel die man bekommen kann (zum vermischen)
  • diverse Becher, Löffelchen, Dosierschaufeln etc (kann man auch selber sammeln)

  • easyBARF
  • FeliniComplete
  • Calciumcarbonat
  • Calciumcitrat
  • Knochenmehl
  • Dicalciumphosphat
  • Bierhefe
  • Seealgenmehl
  • Taurin
  • Weizenkeimöl oder Vitamin E Tropfen von Allcura
  • Fortain oder Rinderblut
  • tiefgefrohrenen Salmon Salar
  • Hähnchenleber
  • Lachsölkapseln
  • Bierhefe
  • Schmalz
  • Himalaya- oder Meersalz

Was für was?
Man kann sich auch mit Alltagsdingen behelfen. Einfach ein offenes Auge haben ;-)
Hilfsmittel:
Anstatt Dosierschaufel kann man Löffel nehmen.
Anstatt einer Urglasschlae kann man gesammelte und saubergemachte Joghurtbecher nehmen.
Anstelle eines Beutelverschlussgerätes nimmt man Gummies, gleich verschließbare Tüten oder die billigen IKEA Clips.
Generell empfiehlt sich Dosen, Schachteln, Becher oder sonstige Behältnisse zu sammeln. Man findet dafür immer eine Verwendung.
Supplemente:
Calciumpräparat- Eierschalenmehl
Fett- Schmalz, fettige Hähnchenhaut
Vitamin E- Weizenkeimöl, Allcura Tropfen
Vitamin A- Leber
Vitamin D- Lachs (Salmon salar)
Omega-3-FS- Lachsöl
B-Vitamine- Bierhefe
Jod- Seealgenmehl
Natrium- Salz
Ca/Ph- Knochenmehl, Dicalciumphosphat
Eisen- Blut bzw. Fortain

Hinweise und Tipps:
Anfangs gewolftes bzw. sehr klein geschnittenes Fleisch geben. Ist eventuell bei empfindlichen Katzen besser bekömmlich und wird nicht gleich wieder erbrochen. Grobe Stückchen werden bei Verdauungsproblemen oft erbrochen.
Fleisch in Streifen geschnitten ist optimal für den Zahnabrieb. Zähne putzen auf kätzisch sozusagen. :)
Auf Innereien größtenteils verzichten. Nieren am besten gar nicht geben, da es sich um ein Entgiftumgs- und Ausscheidungsorgan handelt. Leber als Vitamin A Supplement sollte 3-5% der Fleischmenge ausmachen. Damit ist der Innereien Bedarf der Katze gedeckt.
Ausgeglichenes Ca-Ph- Verhältnis von 1,15:1,0 anstreben.
Ausgeglichenes K-Na- Verhältnis von 2,1:1,0 anstreben.
1000mg Lachsöl pro kg Fleisch ins Rezept einarbeiten- zum Ausgleich der Fettsäuren. Es enthält kein Vitamin D und ist nicht mit Fisch zu verwechseln.
50g Gemüse pro kg Fleisch als die 5% Ballaststoffmenge. Bei bedarf erhöhen.
Lachs, Leber und Fortain anfangs eventuell pürieren und langsam einschleichen- so ist die Akzeptanz höher.
Fleisch vor der Verarbeitung leicht antauen lassen.
Beim Abwiegen die letzte Kommastelle aufrunden, da Reste in der Schüssel bleiben. So ist die ausreichende Menge an Supplementen im Rezept.
„Suppiesoße“ mit Gelatine andicken- bietet oftmals eine höhere Akzeptanz!
Beim BARF ist ein Kotabsatz aller 2-3 Tage völlig normal und NICHT bedenklich! Die Mahlzeiten werden einfach besser verwertet. Bei allzufesten Kot und schmerzhaften Kotabsatz- die Ballaststoffe erhöhen, Flohsamenschalen nutzen, den Fettgehalt erhöhen, ein TL Pflanzenöl dazu oder Lactulose verwenden.
Sehniges Fleisch in angetauten Zustand wolfen.
Supplemente lösen sich in der „Soße“ besser, wenn Ballaststoffe mit im Wasser sind.
Lachs und Leber lassen sich im halbgefrohrenen Zusatnd am besten pürieren und verarbeiten.
Kaninchenkeulen, Putenkeulen, Herzen und Mägen lassen sich leicht angetaut am besten schneiden.
Leber und Lachs kann gefrohren gerieben werden.
Geflügelhaut lässt sich am besten mit einer Geflügelschere verarbeiten.
Aus Knochen kann man eine Brühe kochen- ist sehr schmackhaft für die Katzen und so kann die Feuchtigkeit der Mahlzeit erhöht werden.
Hühnerherzen und Mägen kann man auch mit der Geflügelschere klein schneiden.
Ein Rinderherz ist eine willkommene Abwechslung.
Blut bekommt man eventuell vom Metzger- dabei ist die Akzeptanz höher als beim Blutersatz-Supplement Fortain.
Gängige Hygienemaßnahmen einhalten. Botulismus ist sehr gefürchtet- lässt sich dadurch aber vermeiden. Außerdem die Mahlzeiten an der Luft auftauen, d.h. Ein geschlossenes Gefäß öffnen, damit Sauerstoff ran kann. Dann hat der Keim so gut wie keine Chance.




Links- Empfehlungen
Supplementeshop:
http://www.lillysbar.de

Fleischshops:
http://www.gesundehunde.com/sites/ernaehrung_002_1.php

Forum:
http://dubarfst.eu/forum/dubarfst-die-barf-community.html

Scripte:
http://dubarfst.eu/shop/db-lizenzen.php

Kalkulator:
http://dubarfst.eu/shop/db-lizenzen.php

blaue Samtpfote:
http://blaue-samtpfote.de/barf/barf001/barf001.html

Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=UDuAzf5VFt4

http://www.youtube.com/watch?v=HIrkwl3lsxY

http://www.youtube.com/watch?v=FIesOstkxmo&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=vWxWx7dlUk8&list=PLF6536490981BD2C3&feature=plcp


Zusammengefasst:
http://cliou-barf.jimdo.com/

http://www.dr-hoenicke.de/html/rohfutterung.html

Barf-Baukasten:
http://www.lucina-cats.de/BARF-BAUKASTEN.pdf


Bücher zum Thema:
Leider gibt es keine Super-Informations-Anfänger Bücher zum Thema BARF. Das meiste muss man sich selbst mühsam aus dem Netz rausfischen und filtern und für neue Infos offen sein. Empfehlenswert sind die Scripte von dubarfst.eu und einige andere Online-Tutorials, welche in der Linkliste erscheinen.
Nicht ganz so schlechte Bücher sind

  • B.A.R.F. für Katzen (Nadine Leiendecker) &
  • Natural Cat Food (Susanne Reinerth)
Um sich vom barfen zu überzeugen empfiehlt sich außerdem
  • Katzen würden Mäuse kaufen (Hans Ulrich Grimm)
  • Hunde würden länger leben, wenn... (Jutta Ziegler)

Mäkelkatzen vom BARF überzeugen & warum die Katze Neues Fressen erstmal ablehnt:
Katzen neigen aufgrund ihrer evolutionären Entwicklung dazu, nichts zu fressen, was sie nicht kennen, denn es könnte etwas Unverträgliches sein. Dieser in der Wildnis sinnvolle Mechanismus heißt „Neophobie“ (=Angst vor Neuem) und führt dazu, dass viele Katzen nur das fressen, was sie ihre Mutter oder andere Katzen haben fressen sehen. Bei Futterumstellungen ist die Neophobie aber eher hinderlich, jedoch kann man mit ein paar Tricks die Katze vom Neuen doch überzeugen und vor allem sie langsam daran gewöhnen, dass Fleisch durchaus essbar ist.
Tipps und Tricks:
  • „versehentlich“ mal ein Stückchen Fleisch fallen lassen
  • Feste Fütterungszeiten einführen; nach der Fütterung wird der Napf weggestellt, dies ist bei BARF ein absolutes MUSS schon aus hygienischen Gründen- außerdem sind im Sommer sehr rasch Fliegeneier im Futternapf
  • Zu Beginn einfaches Fleisch (ohne Supplemente) füttern
  • Wenn das klappt, kann bis zu 20% der Mahlzeiten roh gefüttert werden. (Jede 5.Mahlzeit oder jeden 5.Tag)
  • Zwischen Roh- und Nass- bzw. Trofu- Fütterung 4 Stunden Abstand lassen, damit es nicht wegen unterschiedlichen Verdauungszeiten zu Verdauungsproblemen kommt.
  • wenn das nicht klappt? Die Katze muss lernen, die Neophobie zu überwinden. Grundprinzip ist eigentlich immer, Fleisch über minimale Aufnahme kennenzulernen, bis es nicht mehr neu ist.
  • Trockenfutter mörsern, über das Fleisch streuen. Trockenfutter hat einen intensiven Geruch, welcher für manche Katzen zu verlockend ist.
  • In eine Portion Nassfutter eine minimal, winzige Menge gewolftes Fleisch geben, dies allmählich erhöhen.
  • Das Fleisch an eine Schnur binden und eine „Spielangel“ basteln, dies weckt den Jagdtrieb in manchen Katzen.
  • Das Fleisch braten oder kochen. Das Fleich riecht dadurch intensiver. Wenn es die Katze frisst, die Brat- bzw. Kochzeit verringern bis hin zum Rohzustand belassen.
  • Fett ist attraktiv für Katzen. Eventuell erwärmen und übergießen oder das Fleisch in Fett „baden“ lassen.
  • Auch kann bei hartnäckigen Katzen das Rohe mit Katzenleberwurst oder anderen Leckereien einbalsamiert werden, damit es verlockend riecht.
  • Katzen mögen alles was verboten ist- das Fleisch auf einen Teller anbieten. Nicht am eigentlichen Fressplatz servieren sondern „aus Versehen“ irgendwo vergessen und stehen lassen- die Katze macht sich vertraut mit dem Fleisch.
  • Außerdem Geduld haben- mit sich und der Katze. Sie muss erst lernen, dass das Fleisch genießbar ist.

Supplemente einschleichen- wenn die Katze das Fleisch akzeptiert, ist erst die halbe Miete rein. Es fehlen ja noch die Supplemente. Es empfiehlt sich, einfach mal ein Grundrezept zu machen und der Katze vorzusetzen. Man sieht dann was passiert- entweder sie frisst, oder eben nicht. Dann müssen die Suppies eingeschlichen werden- von dem was am meisten akzeptiert wird bis zu dem welches die meisten Probleme macht. Keine Angst- eine Katze kann ein paar Monate ohne supplementiertes Fleisch auskommen. Bei einer Ausschlussdiät beispielsweise bekommen Katzen bis zu 12 Wochen lang unsupplementiertes Fleisch. Ein Dauerzustand sollte es jedoch nicht werden.

Wenn man die Supplemente einzeln ausprobiert und sie gleich aufgenommen werden ohne zu murren, dann ist das toll, jedoch eher die Seltenheit. Wenn man zum -bäh- Auslöser gekommen ist, heißt es erneut Geduld aufbringen. Das Supplement wird in homöopathischer Dosis untergemischt, diese wird immer mehr erhöht, bis die benötigte Menge akzeptiert wird.

Empfohlen hat sich folgende Reihenfolge für das einschleichen der Suppies:
- Salz
- Calciumpräparat
- Taurin
- Leber
- Lachs
- Vitamin E
- Seealgenmehl
- Knochenmehl
- Fortain

Keime und Vorurteile:
Rohes macht die Katzen aggressiv- demnach müsste jeder Freigänger kein liebevolles Mietzchen sein.

Fleisch enthält Salmonellen- nein. Wenn es frisch verarbeitet wird, wäscht man es vorher ab. Natürlich sind Hygienemaßnahmen einzuhalten. Die meisten Salmonellen befinden sich an der Fleischoberfläche- durch das Abwaschen werden diese regelrecht weggespült.

Rohes ist ungesund- es ist das gesündeste was es gibt und kann optimal an den Bedarf jeder einzelnen Katze angepasst werden. Organkranke Katzen können eine individuell auf sie abgestimmte Ernährung bekommen.

Die Katzen sind mit Nährstoffen unterversorgt- wenn man sich richtig eingelesen hat und sich an die ausgerechneten Rezepte hält, kann dies gar nicht passieren. Ein paar kleine Hinweise sollte man noch beachten und dann ist es die ausgewogenste Ernährung für unsere Carnivoren die es überhaupt gibt. Die ausgewogene Mahlzeiterstellung und Supplementierung mit Verstand beugt einer Fehlernährung (wovor auch Tierärzte beim BARF warnen) vor.

Katzen vertragen kein Rohes- ach ja, ich vergaß, wildlebende Katzen gehen ja auch mit dem Grill streunen und braten die gefangene Maus vorher ordentlich durch :-P

Meine Katze nimmt davon viele Keime in sich auf und ist dann verwurmt- falsch, der Katzenorganismus ist auf genau das vorbereitet. Freigänger und wildlebende Katzen schleifen ihre Beute im Dreck rum eh sie es verzehren. Die Verdauung der gesunden Katze kommt mit diesen Keimen super klar.

Aufgetautes darf man nicht mehr einfrieren- das ist Quatsch. Man muss sich nur an die geläufigen Hygienemaßnahmen halten und beim Auftauen für die Fütterung beachten, dass es nicht unter Sauerstoffabschirmung auftaut- d.h. Tütchen und Dosen immer aufmachen zum auftauen.

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Hinweis: Dieses Dokument wurde selbstständig von mir verfasst, aus der nachfolgenden Quellenangabe habe ich nur einige Informationen gezogen, diese wurden selbstständig in den Text eingebaut! Wer sich dennoch in sein Urheberrecht verletzt fühlt, den bitte ich um Entschuldigung und um eine kurze Meldung bei mir.
Bitte beachtet, dass der Text viel Arbeit gemacht hat, von Abänderungen bitte ich abzusehen bzw. bin ich VORHER über die Kommentarfunktion zu informieren.
Quellenangabe:
- persönliche Notizen

- http://dubarfst.eu/forum/dubarfst-die-barf-community.html

- http://blaue-samtpfote.de/barf/barf.html

- http://www.katzen-forum.net/ernaehrung-sonstiges/

Copyright: Cindy M.