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Samstag, 23. November 2013

Unsauberkeit


 Katzen sind von Natur aus sehr reinliche Tiere. Schon deshalb stellt die Unsauberkeit eine Ausnahmesituation dar und es sollte geklärt werden, warum das Tier unsauber geworden ist. Die Ursache sollte so schnell wie möglich abgeklärt werden, denn die Unsauberkeit belastet beide Seiten- Tier und Mensch...


Erste Schritte bei der Unsauberkeit


> Urinprobe zum Tierarzt bringen, für Diagnostik- das Tier sollte körperlich gesund sein 
> Hauben und Türen von den Klos entfernen 
> Katzenstreu auf feines, duftfreies umstellen 
> 1-2 zusätzliche Katzenklos in der Wohnung aufstellen
> Wenn noch nicht geschehen, SOFORT vom Tierarzt kastrieren lassen

Problem- Gesundheit: es ist oberwichtig, dass die Katze zu allererst körperlich untersucht wird, vom Tierarzt, mit Diagnostik. Katzen sind Meister im verstecken von Krankheiten und erst im Extremfall zeigen sie einem die Schmerzen mit ungewöhnlichen Verhalten. Ein Tierheilpraktiker kann jederzeit unterstützend bei der Therapie mitwirken, aber die Diagnostik sollte ein Tierarzt vornehmen. 

Grundlegende Fragen zur Unsauberkeit


Zum Tier: 
Welches Geschlecht ist das Tier? Ist es kastriert? Wenn ja seit wann? Wie alt ist es? Seit wann lebt es im Haushalt? Hat es Normalgewicht? 

Zu den Lebensumständen:
Wieviele Katzen leben insgesamt im Haushalt? Wie alt war die Katze beim Einzug in den Haushalt? Vorgeschichte (Züchter, Tierheim, privat, Streuner ..)? Wie lange wird täglich mit der Katze gespielt? Freigänger/ Wohnungskatze? Gab es Veränderungen im Haushalt/ beim Menschen/ der Umgebung/ des Tagesablaufes/ irgendein Verlust? Wie verstehen sich die Tiere im Mehrkatzenhaushalt?

Zum Körperlichen Zustand:
Ist das Tier gesund? Chronisch/ akut krank? Wann war der letzte TA- Besuch? Letzte Urinprobe? Letzte Blutuntersuchung? Bisherige bekannte Erkrankungen? Ist Unsauberkeit schonmal aufgetreten? Erkrankungen einer anderen Katze im Haushalt?


Mögliche Ursachen

>>>Ursachen können von unterschiedlichen Seiten herkommen<<<

Die gesundheitliche Seite sollte unbedingt abgeklärt werden. Somit ist der erste Gang bei Unsauberkeitsproblemen zum Tierarzt!

* Harnwegsentzündungen sind sehr schmerzhaft, v.a. beim Urin absetzen- wenn eine Katze beim Wasserlassen auf dem Klo Schmerzen hat, wird sie "den Ort des Schmerzes" zukünftig meiden und sich "Alternativ-Klos" aussuchen- sie wird unsauber. 
* Harngrieß kann Harnstau verursachen- die Harnröhre wird durch die feinen Grießkörner, welche sich ansammeln, verstopft, Urin kann nur schlecht durch. Auch hier schmerzen die Harnwege sehr. Der Pfropf welcher in der Harnröhre entsteht kann einen "Dauerdruck" hervorrufen- so kann es passieren, dass immer mal Urin tröpfelt. 
* Schwere Nierenschäden, nämlich dann wenn diese wichtigen Organe ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen können, können zur Folge haben, dass die Blase sehr schnell "übervoll" wird weil sich eine große Urinmenge ansammelt, dass Tier schafft es oft nicht mehr aufs Klo und pineklt an den nächstbesten Ort.
* Das Alter kann auch eine wichtige Rolle spielen- im Alter steigt die Gefahr der o.g. Erkrankungen an, es könnte eine Alter-Blasenschwäche auftreten oder die Katze wird senil/ dement und weiß einfach nicht, wo sie ihr Klo findet. Ähnlich bei Kitten- diese müssen erst lernen, dass sie zum Klo gehen müssen. Anfangs vergessen sie oft auch im Spieltrieb, dass sie aufs Klo müssen und schaffen es dann nicht mehr rechtzeitig. 
* Genetik Erbkrankheiten können auch eine Ursache sein. Entweder angeboren oder später ausgeprägt mit Symptomatik. Hierzu sollte man einen Fachtierarzt zu Rate ziehen und nach Schwere der Inkontinenz die Behandlung wählen.
* Hormonstörungen Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion sind eine der häufigsten Hormonstörungen bei Katzen. Beides geht mit Unsauberkeit einher. Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sind sehr unsicher aber dennoch sehr nervös und treffen dann Fehlentscheidungen beim Urin absetzen. Beim Diabetes ist es so, dass die Katze vermehrt trinkt, der Flüssigkeitsbedarf ist abnormal hoch und dadurch muss sie auch mehr pinkeln. 
* Potenz Unkastrierte Tiere leben sich aus, indem sie nicht selten Unsauber werden. Dieses Verhalten kann sich auch einprägen und wenn man zu spät kastriert, kann man Probleme bekommen, dass die Unsauberkeit wieder abtrainiert werden kann. Katzen gehören mit spätestens 6 Monaten kastriert, damit sie nicht erst potent werden und sich Störungen entwickeln. Vor allem wenn mehrere potente Katzen/ Kater zusammenleben, kann es zu Reviermarkierungen und Konkurrenzverhalten kommen.
* Hormonbildendes Gewebe Manchmal bleiben Tiere auch nach dem kastrieren potent. Oftmals merkt man dies erst Monate später, weil das Potenzverhalten einfach nicht nachlässt bzw. das Tier deutlich zeigt, dass es z.B. rollig wird. Es sollte unbedingt vom Arzt abgeklärt werden, ob im Körper Hormonbildendes Gewebe zurückgeblieben ist- manchmal kleine Zysten, Restgewebe von Eierstöcken oder auch die Gebärmutter. Tumore im Genitaltrakt können dies auch hervorrufen, Kater könnten Hodenfehlbildungen haben. Das Tier muss trotz verangegangener Kastration nochmal operiert werden, um sämtliches Gewebe (was sich auch zum bösartigen Tumor entwickeln kann) zu entfernen.
* Lähmungen entweder angeboren (Ataxie) oder erworben (Schädigungen der Nervenbahnen bei Knochenbrüchen an der Wirbelsäule/ Hinterläufe) können ebenfalls zu Inkontinenz des Tieres führen.

Die Psyche auch Katzen können seelisch leiden. Hier kann eventuell ein Tierheilpraktiker helfen! 

* Angst Eine Katze kann eine richtige Angst, gar Phobie (panische Reaktion auf etwas Angsteinflösendes) entwickeln. Wenn sie durch einen Unfall im Kittenalter beispielsweise etwas negatives mit dem Katzenklo oder der Ausscheidung in Verbindung bringen, dann kann es durchaus möglich sein, dass sie dauerhaft unsauber sind.
* Hilferuf Wenn sich eine Katze im Zuhause unwohl fühlt, dann zeigt sie es dem Besitzer, irgendwie, meist durch Unsauberkeits-Verhalten. Hier muss man sich fragen, warum sie sich so verhält? Was ist vorgefallen? Wenn man dies geklärt hat, kann man mit einer Verhaltenstherapie oft Wunder bewirken. Diese Therapie begleitet ein Tierheilpraktiker. Der Hilferuf kann durch Unstimmigkeiten in der Katzengruppe, plötzliche Umstellung von Freigänger auf Wohnungskatze, Haltung im Messie-Haushalt, generell schlechter Haltung, Hunger, nicht ausreichend Zeit mit dem Menschen oder Einzelhaltung der sozialen Tiere ausgelöst werden.
* Umstellung/ Umgewöhnung Veränderte Lebenssituationen können auch Unsauberkeit zur Folge haben- ein neuer Partner des Menschen, Nachwuchs (Babys), Umstellung auf ungewöhnliches Futter, durch einen neuen Arbeitsplatz des Besitzers, Umzug/ Renovierung, Besitzerwechsel, Einzug einer neuen Katze, Einzug einer unpassenden Katze, Unstimmigkeiten im Mehrkatzenhaushalt etc. bedeuten für alle Katzen Stress. Diesen Stress bauen sie ab, indem sie dem Menschen zeigen, dass ihnen etwas nicht passt. Wird oftmals als "Protestpinkeln" bezeichnet. Auch hier muss man die Katzenpsyche stärken und richtiges Verhalten loben, falsches ignorieren. Auch hier kann begleitend eine Verhaltenstherapie helfen.
* Verlust Wenn ein geliebter Mensch stirbt oder ein langjähriger Katzenkumpel plötzlich nicht mehr da ist, stellt dass eine vollkommen befremdliche Situation dar. Die Katze muss Vertrauen zu Neuen schöpfen und benötigt dazu Kraft. Auch Katzen trauern, anders als wir Menschen, aber sie tun es. In der Übergangsphase, bis sich das Tier an die neue Situation gewöhnt hat, kann es sein, dass es unsauber wird.
* Entwicklungsstörung Bei der Gehirnentwicklung in den ersten Lebenswochen einer Katze, reifen die Synapsen heran. Diese Entwicklung ist Abhängig von den Umweltreizen. Setzt diese Stimulation nicht ein, weil Reize wegfallen (isoliert aufwachsen, in schlechter Umgebung leben in den ersten Wochen), dann sterben diese ab und die komplette Entwicklung mit Erlernen von wichtigen Prozessen (Aufs Klo gehen) ist verzögert oder fällt ganz aus. Auch wenn Katzen zu früh von der Mutterkatze weggenommen werden (bei zu früher Vermittlung <12 Lebenswochen), kann die Entwicklung erheblich beeinträchtigt sein. Von Mutter und Geschwistern lernt das Kitten v.a. von der 8.-12. Lebenswoche wichtige "Regeln" im Katzen-Dasein. Dazu gehört auch die Sauberkeitserziehung. Diesen Aspekt sollte man also nicht unterschätzen.
* Schmerzhafte Erfahrung Die sogenannte Aversion- nachdem Katz`eine schmerzhafte Erfahrung auf den Klo gemacht hat, hat sich dies so sehr eingeprägt, dass sie beschlossen hat, nie wieder das Klo zu betreten. Nun muss ein neues Klomanagement her- sofort ein neues, anderes Katzenklo kaufen und der Katze neu beibringen, dass sie keine Schmerzen auf dem Klo hat! Schmerzen können hervorgerufen werden durch organische Erkrankungen (Harngrieß, Entzündungen), einklemmen in der Klotür, Angriff einer anderen Katze auf/ vor dem Klo, einklemmen des Schwanzes etc. pp.
* Unordnung Manche Katzen neigen tatsächlich dazu, auf herumliegende Sachen zu pinkeln- Wäsche, Handtücher, Koffer, Taschen, Schuhe etc.. Hier räumt man einfach ein bisschen besser auf.

Unzufriedenheit mit dem Katzenklo es ist so umfassend, dass sich der komplette nächste Extrapunkt damit beschäftigt.

Klomanagement


Fragen, welche geklärt werden müssen:

Wieviele Klos gibt es, bei wievielen Katzen?
Diese Frage ist besonders wichtig: Viele Katzen trennen großes und kleines Geschäft. Außerdem gehen sie nicht gern gemeinsam aufs Klo. Eine gute "Richtlinie" ist 
Anzahl der im Haushalt lebenden Katzen + 1 = Anzahl der aufzustellenden Katzenklos
Also bei 4 Katzen sollten mindestens 5 Klos zur Verfügung stehen. Auch wenn nicht immer alle gleich viel genutzt werden oder manche Klos auch mal ein Tag unbenutzt bleiben. Um einer Unsauberkeit vorzubeugen, sollte man sich an diese Vorgabe halten. Vor allem bei Katzen mit Unsauberkeitsproblemen in der Vergangenheit, sollte man dies berücksichtigen, dabei empfiehlt sich bei diesen Katzen sogar noch mehr Klos aufzustellen.

Bei Kitten und senilen Senioren sind auch mehrere Klos wichtig, auch mehrere pro Zimmer, damit sie es rechtzeitig "zum Örtchen" schaffen. Senioren könnten es durch Demenz vergessen, wo das nächste steht und Kitten gehen im Spieltrieb oftmals viel zu spät los um aufs Klo zu gelangen- in beiden Fällen kann etwas daneben gehen.

Welche Art von Klo wird verwendet? (offen, Haube, Haube + Klappe, Größe, Höhe)
Katzen sind KEINE Höhlenpinkler! Aber auch hier unterscheiden sich die Tiere und ihre Gewohnheiten- manche mögen Haubenklos, andere hassen sie. Wenn plötzlich ein Unsauberkeitsproblem auftritt, sollte man dennoch erstma die Klos "befreien", damit Katze einen Rundumblick haben kann. Dies ist ein ganz einfacher Lösungsansatz.

Auch Türen können Katzen stören- macht sie ab!

Die Klogröße ist auch entscheidend: große Katzen, brauchen große Klos! Aber auch kleine zarte Wesen wollen manchmal ein großes Stilles Örtchen haben. Im Handel gibt es entweder XXL Klos, aber auch Mörtelwannen oder große Plastikkisten können "umfunktioniert" werden. Normale Kisterln sind vielen ausgewachsenen Katzen schlicht und ergreifend zu klein.

Manche Katzen sind auch sog. Stehpinkler- sie setzen einfach ihren Pops nicht richtig ins Klo rein. Auch hier helfen große Kisten, mit hohem Rand und eventuell mit Einstieg von oben, dass nichts daneben geht.

Bei Kitten ist zu beachten, dass das Klo einen flachen Einstieg hat, damit sie einfach rein und raus kommen. Manchmal tun es für die ersten Wochen auch flache Schalen. 

Für behinderte Katzen sollte man ebenfalls ein gutes Klo schaffen, indem sie einfach drauf können. v.a. bei Ataxiekatzen sind ganz flache Klos angebracht, eventuell sogar mit einer "ausgeschnittenen" Tür, die es erleichtert, aufs Klo und wieder runter zu kommen.

Für jede Katze und ihre individuellen Bedürfnisse, kann man den richtigen Ort des Geschäfts schaffen.

Wie oft wird gereinigt und wie oft komplett erneuert?
Katzen sind reinheitsliebende Tiere. Im Mehrkatzenhaushalt sollte mindestens zweimal täglich Böller und Kot entfernt werden. Der Mensch setzt sich auch nicht gern auf ein vollgeka**tes Klo ;) Die Grundreinigung sollte einmal die Woche gemacht werden, mindestens. Dies kommt auch sehr auf die Katzen an, welches Streu man nutzt, welches Klo man hat etc. Dazu spült man das Klo nach gründlichen durchsieben aus, mit heißem Wasser und einer gesonderte Extra-Bürste (nur für diesen Zweck!) aus. Alternativ kann man auch mit Babybad ausspülen bzw. mit den unten aufgeführten Sachen zum "Entduften". Auch kann man mit "Frosch- Neutralreiniger" putzen, hauptsache keine aggressiven, chlor- und ammoniakhaltigen Reinigungsmittel!

Welche Streu wird verwendet?
Grobes Klumpstreu
Gutes Streu kann man sehr lange benutzen, man siebt es immer wieder sehr sorgfältig durch und füllt es immer wieder nach. Hochwertiges Streu bindet lediglich in den Klumpen den Geruch, hat kaum Eigengeruch, stiebt nicht und fängt nicht an zu riechen.
Feines Klumpstreu

Vielen Katzen ist Klumpstreu das liebste. Hierbei nimmt man entweder ökologische Streu (CatsBest ÖkoPlus) oder Bentonit Streu (Premiere, Tigerino etc.). Silikatstreu wird von vielen Katzen nicht gemocht, da Urin nach unten durchsickert und irgendwann eine Lache entsteht. Außerdem hat es z.T. einen sehr starken Eigengeruch, welcher in Verbindung mit Katzenurin richtig zu stinken anfängt (Catsan). Diese Streu ist auch kostenintensiver, man kann nicht einfach immer nachfüllen, sondern muss es spätestens nach 1 Woche (nur bei sehr guten Silikatstreu) komplett austauschen.

Manche Katzen mögen an ihren "Samtpfoten" auch nur ganz feines Streu. Grobkörniges ist vielen zu uneben und sie meiden es. Hier kommt es auf den Versuch an.

Man kann auch mehrere Klos aufstellen, mit verschiedenen Streu, um zu testen, welches am besten angenommen wird. Schließlich muss Katz`ja auf dem Klo ausscheiden.

Billiges Streu ist oftmals sehr minderwertig und man sollte im Streu etwas mehr investieren, damit es gar nicht erst zu Unsauberkeit kommt. Minderwertiges Streu entwickelt sehr oft einen starken Geruch, den typischen Katzenklogeruch, trotz regelmäßigen reinigen- und das will weder Katze noch Mensch.

Seit wann wird diese Streu verwendet?
Ein plötzlicher Streuwechsel kann auch eine Ursache von Unsauberkeit sein. Wenn dies auftritt, sollte man erstmal zum Gewohnten Streu zurück und dann langsam umstellen, eventuell mit zusätzlichen Klo, vermischen, etc., damit sich die Katze langsam daran gewöhnen kann.

Wie hoch wird die Streu eingefüllt?
Manche Katzen sind echte Sandkastenbuddler. Sie wollen graben, verscharren und bauen sich kleine Burgen, eh sie endlich ihr Geschäft verrichten. Das Katzenklo sollte immer gut befüllt sein. Wenn zu wenig Streu drin ist, sickert es am Boden zu einer Pfütze heran und da steht keine Katze gern drin. 

Hat das Streu einen Eigengeruch (Babypuder etc.)?
Manche Sensibelchen reagieren auf die Duftzusätze sehr empfindlich. Dann verwendet man einfach Streu, was natürlich riecht und ohne Duft ist. 

Wo steht das Klo bzw. die Klos (Raum, an der Wand, Ecke)?
Das Klo sollte an einer ruhigen Stelle stehen, wo Katze ungestört sein kann. Außerdem, sollte es nicht "eingekesselt" irgendwo stehen, damit nicht eine Katze ins Katzenklo gedrängt wird im Mehrkatzenhaushalt, wenn es Unstimmigkeiten gibt. Ein Katzenklo im Durchgangszimmer oder mitten im Zimmer, wo es sehr unruhig ist, ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Katze liebt das "Stille Örtchen" wortwörtlich, sie will ungestört ihr Geschäft verrichten können.

Wenn der Futterplatz im gleichen Raum ist - wo genau?
Katzen trennen gern Fressen und Kacken. Ist tatsächlich so, auch wenn es lustig klingt. Katzen wollen oft nicht im selben Raum aufs Klo gehen, wo sie fressen. Dann das Klo einfach in ein anderes Zimmer stellen.

Wird in allen Klos das selbe Streu verwendet?
Manchmal mag Katze auch einfach eine Art Streu nicht besonders gern. Wenn man mehrere Klos hat, testet man dies aus, indem sie mit unterschiedlichen Streu befüllt. Manche mögen Geruch, andere nicht. Einige gehen auf grobes Streu, andere mögens lieber ganz fein am Füßchen. Die einen bevorzugen Öko, die anderen kanadisches. Dann kann es sein, dass Bentonit dem Silikat vorgezogen wird, oder eben andersrum.

Seit wann werden die Klos verwendet?
Wenn Klos schon eine gewisse Zeit hinter sich haben, sollten sie auch einfach mal ausgetauscht werden. Über Klofilter kann man sich streiten, diese sind bei guten, hochwertigen Streu eigentlich überflüssig. Aber natürlich kann man auch diese austauschen. Der Nutzen dieser Filter ist eben fraglich und eine persnliche Entscheidung des Einzelnen.

Ist ein neues Klo hinzugekommen?
Vorerst das alte stehen lassen! Katze freundet sich eventuell nicht so schnell mit dem Neuen Örtchen an.
Cats Best- Öko Streu
Kanadisches Bentonit- Streu
Unterschiedliche Streuschaufeln, je nach Art des Streus
links- für Grobes
rechts- für Feines

Entduften

Einfach auswaschen ist oft zu wenig. Die empfindliche Katzennase nimmt v.a. Pinkelstellen weiterhin wahr, auch wenn der Weichspülerduft den Geruch überdeckt- denn hier liegt das Problem. Katzen riechen das trotzdem. Die Stellen müssen richtig entduftet werden, mit einem Präparat, was den Eigenduft von Urin/ Kot nicht nur überdeckt sondern regelrecht "rauszieht" (= entduften)

Geeignete Präparate sind:

- Biodor Animal erhältlich bei petshop-vetline.de
- Myrtheöl erhältlich in jeder Apotheke oder Reformhaus
- 4-Pet erhältlich bei http://www.4-pet.de/ 
- Wodka erhältlich im Lebensmittelgeschäft
- Urin frei erhältlich bei http://www.urin-frei.de/order.aspx?A...ookieSupport=1
- Doogsan erhältlich bei http://www.doogsan.de/ 
- UF2000 erhältlich bei http://www.ecodor-geruchsbeseitigung.de/
- Simple Solution erhältlich im Fressnapf
- BioPet von BioLoPur erhältlich bei www.geruchsentferner24.de/
- Urin Attacke erhältlich bei http://www.cdvet.eu/shop_neu/index.p...oduct&info=400
- Bio Urin Attacke erhältlich bei Amazon
- Urineoff erhältlich bei medpets.de
- Equintos SmellEX erhältlich bei Amazon oder Tiershop4000


Mit diesen Präparaten kann man ebenfalls das Katzenklo reinigen.

Reinige das Katzenklo nicht mit Chlor, chlorhaltigen Substanzen, Zitrone, Essig oder anderen stark riechenden Substanzen! Die empfindlichen Schleimhäute werden zu stark gereizt und eventuell werden die Atemwege der Katze stark geschädigt. Außerdem wird das Klo nach putzen mit diesen Substanzen gemieden, weil sie einfach zu stark riechen!

Urin- Unsauberkeit

Die meisten Katzen werden mit Urin unsauber. Sie Pinkeln entweder vertikal oder horizontal. der Unterschid wird in Unsauberkeit/ Markieren deutlich. Die Katze kommuniziert sich über das Pinkeln- sie macht deutlich, dass ihr etwas nicht passt, ihr etwas wehtut oder sie sonst irgendein Problem hat. Ursachen müssen herausgefunden werden und danach kann man Abhilfe schaffen, indem man die Therapie danach ausrichtet. Um eine Ursache herauszufinden, kann man ein sog. "Pippi- Tagebuch" beginnen: Wann wird wo hingemacht/ Wo waren die anderen Katzen zu dem Zeitpunkt/ Ist vorher etwas vorgefallen/ Wie war das Verhalten danach/ Wie ist die Stimmung unter den Katzen....Damit kann man gut herausfinden, was die Katze so sehr stresst, dass sie unsauber geworden ist (wenn alles körperliche ausgeschlossen wurde!)

Kot- Unsauberkeit

Wenn eine Katze eine Kot- Unsauberkeit hat, dann ist es immer fast ausschließlich ein organisches/ medizinisches Problem. Oftmals bei Durchfallauslösenden Erkrankungen (z.B. Parasiten) schaffen es die Katzen nicht mehr rechtzeitig aufs Klo. Vor allem aber auch chronische Schmerzen beim Kotabsatz durch z.B. Verletzungen oder Organschäden können dies auslösen. Auch bei Knochenveränderungen, kann die "Hocke-Haltung" Schmerzen bereiten und wenn die Katze dies wieder mit dem Klo verbindet, dann wird sie es wohl künftig meiden. Auch dies sollte zwingend von einem Arzt abgeklärt werden. Wenn das Tier in Behandlung ist und man das Klomanagement optimiert und an seine kranke Katze anpasst, sollte das Problem nicht lange bestehen bleiben.


Unsauberkeit/ Markieren

Es gilt festzustellen, ob ein Tier tatsächlich Unsauber ist oder ob es markiert. Dies sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. 

Bei der Unsauberkeit wird das Tier Pfützen pinkeln und eher horizontal sich "verewigen". Vor allem auf Teppiche, Handtücher, herumliegende Sachen, in einer ruhigen Ecke etc. Die Unsauberkeit zeichnet sich dadurch aus, dass die Katzentoilette kaum bzw. gar nicht mehr genutzt wird. Die Katze nimmt die typische "Pinkelstellung" als Körperhaltung ein. 

Markieren können Katzen, als auch Kater. Manchmal wird auch mit Kot markiert- v.a. potente Tiere markieren sozusagen ihr Revier. Aber auch kastrierte Katzen/ Kater könnten markieren. Oftmals bezeichnet man es als "Harnspritzen". Das Tier markiert vertikal gegen Flächen (Sofa, Wände, Schrankwand etc.) und verteilt kleine Spritzer. Potente Tiere sollten so schnell wie möglich kastriert werden, oftmals schafft dies schon Abhilfe. Die Katze stellt sich richtig mit den Po vor die zu markierende Stelle, der Schwanz zittert und sie ist hochkonzentriert und spritzt Urin raus. Urin von potenten Tieren, v.a. Katern, die markieren stinkt bestialisch, da er so sein Revier absteckt. Das Katzenklo wird weiter normal genutzt um Urin und Kot abzusetzen. Oftmals nutzen die Tiere auch persönliche Sachen des Halters, um sie zu markieren und somit klarzumachen, wer das "Sagen" hat.

Kann der Tierarzt helfen?

Der Tierarzt kann erstmal alle organischen Ursachen, welche die Unsauberkeit haben könnte, kontrollieren: mittels Urin- und Blutprobe werden Entzündungen kontrolliert, mit einer Sonografie können die Harnwege untersucht werden, im Röntgen können Knochenveränderungen dargestellt werden. Außerdem bestimmt der Tierarzt, ob eventuell eine Zuckerkrankheit (Diabetes) oder eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegt. Ob das Gewicht und die Größe des Tieres stimmt, wird auch festgestellt. 

Mittels Urinprobe wird der pH- Wert, U-Status und eventuell ein Sediment gemacht (Auszählung der Keime). 

Man sollte darauf achten, dass auf Struvit- und Oxalatsteine kontrolliert wird.

Gegen Entzündungen werden eventuell Medikamente gegeben, man sollte immer darauf achten, was man dem Tier gibt- so bringt ein Antibiotika bei einem viralen Krankheitsgeschehen gar nichts. Die Medikamentennamen sollte man sich immer notieren, auch um eventuelle Nebenwirkungen sofort festzustellen. Die Wirkweise und Einnahmehinweise sollte der Tierarzt gemeinsam mit Besitzer durchgehen. Mittels eines Antibiogramm kann man genau wirksames Antibiotika herausfinden, wenn die Ursache eine bakterielle Geschichte ist. Dazu wird eventuell eine Urinkultur angesetzt.

Das Tier sollte regelmäßig untersucht werden und v.a. bei anhaltender Unsauberkeit sollte immer die Diagnostik-Palette, eventuell auch in der Tierklinik ausgeschöpft werden.

Letzte Hilfe- Tierheilpraktiker?

Wenn der Tierarzt keinerlei Organschäden oder gesundheitliche Probleme feststellen kann, dann ist man auch als Halter überfragt. Wie soll man jetzt bloß weiterkommen? Eventuell kann dann der Tierheilpraktiker weiterhelfen. Hier wird die Psyche des Tieres komplett durchgecheckt und gemeinsam mit Besitzer eine Verhaltenstherapie begonnen, eventuell begleitend mit einer Bachblütentherapie. Dies ist aber sehr individuell, man sollte da nicht selber irgendetwas zusammenstellen sondern wirklich einen THP aufsuchen, der eine Therapie erstellt und individuell ans Tier anpasst und passende Bachblüten auswählt. Manche Tierärzte arbeiten auch mit THP zusammen, dies wäre natürliche die optimalste Lösung.

Hinweise

Bitte die Katze auf keinen Fall bestrafen! Nicht in Urin/ Kot schubsen/ tauchen/ reinstreifen oder Uringetränkte Wäsche ins Gesicht reiben. Katzen machen dies nicht absichtlich, sie wollen dem Besitzer damit zeigen, dass etwas nicht stimmt. Dem sollte auf den Grund gegangen werden, wenn die sonst so reinliche Katze schon so einen Hilfeschrei äußert!

Schimpfen bringt der Katze genauso wenig und den Menschen noch weniger. Man kann noch so in Rage sein, es bringt überhaupt nichts, sich aufzuregen. Die Ursache muss gefunden werden, damit es Tier und Mensch wieder gut geht und Harmonie einkehrt. Nachträgliches schimpfen ist eher kontraproduktiv- man verängstigt die Katze, die gar nicht weiß wofür, schließlich könnte sie kurz vorher etwa gespielt haben. Nun wird diese Situation mit schimpfen verbunden- die Katze weiß gar nicht mehr was los ist.

Keine körperliche Gewalt am Tier! Dies ist gegen das Tierschutgesetz. Die kleinen Körper sind viel zu empfindlich und selbst ein Klapps auf dem Po können höllische Schmerzen z.B. in der Nierengegend hervorrufen (v.a. wenn die Ursache eine Harnwegsentzündung ist, ist dies für das Tier sehr schmerzhaft!)

Das Tier sollte auch keinesfalls eingesperrt oder ignoriert werden. Die Bindung und das Vertrauen zum Menschen wird dadurch sehr geschädigt, das Verhältnis kann für immer gestört bleiben!

Alle Reaktionen vom Menschen, die hier aufgeführt sind, können ein Unsauberkeitsproblem noch verstärken. Katzen sind sehr sensible Tiere und auf die Gemütsänderungen des Menschen können sie extrem reagieren! Bitte Geduld haben bei einen Unsauberkeitsproblem, dass Tier macht es nicht absichtlich, um den Menschen zu ärgern- denkt daran- Katzen können nicht sagen was ihnen fehlt, wir als Besitzer haben die Verantwortung für sie und sind in der Pflicht, herauszufinden, was ihnen das Unwohlsein zugrunde hat!

Broschüre "Geliebte Katze"


Das Stille Örtchen- wichtige Ansätze (Buch)

http://www.amazon.de/gp/product/3837022250/ref=oss_product



Man kann ein Katzenklo auch in den Wohnraum integrieren,
es muss nicht immer schäbig aussehen ;)



Katzen brauchen Platz auf dem Klo


Alternativ- Klo aus einer großen Plastikkiste


Mittwoch, 6. November 2013

Seniorkatzen

Wenn Katzen älter werden

Es geschieht meist unbemerkt. Aus dem wild spielenden Kätzchen ist eine erwachsene Katze geworden, aber viele weitere Jahre ziehen ins Land, ohne dass wir große Veränderungen an unserer Katze wahrnehmen. Und "plötzlich" feiern wir den 10. Geburtstag unseres Stubentigers. Ist sie jetzt alt?


Altern ist ein langsamer aber natürlicher Prozess. Genau wie bei uns Menschen beginnt dieser Prozess bei manchen Katzen früher und bei anderen später.

In der Veterinärmedizin werden Katzen bereits mit ca. 8 Jahren als alt bezeichnet. Geriatrische Profile, also ein Altersblutbild, werden beim Tierarzt gemacht und die Futtermittelindustrie bietet spezielles Futter für Senioren (ab dem 8. Lebensjahr) an.

Dabei entspricht dieses Alter gerade einmal einem Menschen mit Mitte 40. Tatsächlich werden Katzen durchschnittlich zwischen 15-17 Jahre alt. Die Methusalems unter den Katzen werden sogar bis zu 25 Jahre alt.



Ab wann spricht man von Seniorkatzen?


Katzen werden schnell erwachsen, lassen sich mit dem „Alt- werden“ dafür viel Zeit. Es gibt einige Anzeichen, die darauf deuten, dass Ihre Katze jetzt zum Senioren wird. Viele Katzen werden ab einem gewissen Punkt einfach weniger, ein Phänomen, dass man auch von uns Menschen kennt. Aufgrund der geringeren Bewegung und Futtermengen wird die Muskelmasse weniger, die Hüftknochen treten stärker hervor, sie wirkt kleiner und zerbrechlicher.


Veränderungen und Erkrankungen mit zu nehmenden Alter


Wenn Katzen älter werden, verändern sich ihre Bedürfnisse und ihr Verhalten. In der nachfolgenden Liste finden Sie die wichtigsten Punkte, die eintreten können, aber nicht müssen:

Schlafen: Das Ruhebedürfnis nimmt mit zu nehmenden Alter zu. Die Katzen bevorzugen meist weiche und warme Plätzchen, gerne auf einer etwas erhöhten Position, von der aus sie alles im Blick haben.

Zugluft: Alte Katzen sind in Bezug auf Zugluft wesentlich empfindlicher, gerade bei Fensterplätzen sollen wir ein Auge darauf haben.

Schmusen: Viele ältere Katzen werden immer verschmuster, suchen noch mehr als vorher die Nähe ihres Menschen. Sie brauchen die liebevolle Bestätigung, dass sie nach wie vor geschätzt werden.

Spielen: Katzen spielen bis ins hohe Alter, wenn sie dem entsprechend gefordert werden. Ihr Spielen ist zwar weniger intensiv als wie bei einer Jungkatze, aber sie brauchen die Bewegung und die Abwechslung, damit sie sich nicht langweilen und resignieren. Unsere Aufgabe ist es, heraus zu finden, welche Spiele sie inzwischen bevorzugen. Wenn Angeln und Co nicht mehr der Hit sind, bieten Katzenfummelbretter und andere Denkspiele eine Alternative. 

Tüddeligkeit und Sturheit: Auch Katzen können eine gewisse Alterssenilität kriegen, sie kann sich zum Beispiel in einer allgemeinen Verwirrtheit in manchen Situationen zeigen. Und so wie alte Menschen oftmals sturer und weniger flexibel werden, so werden es auch unsere Katzen. In beiden Fällen ist ein liebevolles Auseinandersetzen und Beschäftigen mit der Katze der beste Weg. Die täglichen Rituale die wir mit unseren Katzen haben, werden für eine ältere Katze noch viel wichtiger. Auf sie überfordernde Veränderungen kann sie mit Angst oder Aggression reagieren.

Essverhalten: Vielen Seniorkatzen muss man das Essen hinterher tragen und sie oftmals vom Napfinhalt überzeugen oder mehrere Dosen aufmachen. Wenn Ihre Katze etwas schlechter essen sollte, bieten Sie ihr mehrmals am Tag den Napf an, egal wo sie gerade liegt.

Ernährung: Der Stoffwechsel und die Hormonproduktion einer Katze im Alter verändern sich, sie werden langsamer und das Muskel-Fettverhältnis verschiebt sich. Ihr Energiebedarf – Kalorien – senkt sich, dagegen steigt der Bedarf nach hochwertigen Proteinen (tierischem Eiweiß) und Vitaminen. 

Futternapf: Manche Katzen werden im Alter etwas "steifer", unbeweglicher, andere leiden unter einem übersäuerten Magen. Ein erhöhter Napf - zum Beispiel ein dickes Buch drunter stellen - biete dafür schnelle Hilfe.


Trinken: Ältere Katzen sollten mehr trinken, dass hilft ihnen die Stoffwechselprodukte leichter auszuscheiden. 

Ältere Katzen können unter Verstopfung leiden, auch hier hilft viel Trinken schon weiter. Im schlimmsten Falle muss der Tierarzt oder ein Tierheilpraktiker bei Verstopfungen helfen.




Geruchssinn: Wie bei uns Menschen lassen viele Sinne auch bei den Katzen nach. Der Geruchsinn ist ein wichtiges Kommunikationsmittel von Katzen, so essen sie zum Beispiel auch nichts, was sie nicht riechen können. Deswegen ist Seniorfutter auch meist geruchsintensiver.

Sehkraft: Mit zu nehmenden Alter kann die Sehkraft einer Katze nachlassen, Katzen können auch grauen oder grünen Star kriegen. Falls Ihre Katze davon betroffen ist, ist es ratsam ihre Umgebung nicht großartig zu verändern. Manche Katzen freuen sich, wenn Nachts ein kleines Licht wie zum Beispiel einer Salzkristalleuchte für sie brennt, man kann beobachten, wie sie die Nähe zum Licht suchen.


Hörkraft: Viele ältere Katzen hören schlechter, manche werden gar taub. Ein mögliches Indiz hierfür ist ein lauteres Rufen Ihrer Katze, da sie sich selbst geringer oder gar nicht mehr hört.

Sprungkraft: Arthrose und Rheuma können auch bei Katzen auftreten, genauso wie ein normales Nachlassen der Sprungkraft. Sehr hilfreich sind jetzt kleine Kratzbäume oder Möbel, die Ihrer Katze den Aufstieg auf die Heizung, die Balkonbrüstung oder andere erhöhte Lieblingsplätze erleichtern.

Gelenkigkeit: Die Beweglichkeit wird wie bei uns Menschen auch geringer. Manchmal werden gar die Katzenkloumrandungen zu hoch. Ein kleiner Fußschemel vor dem Klo oder ein etwas eingeschnittener Rand bieten hier Hilfe.

Unsauberkeit: Viele verschiedene Faktoren können bei einer Katze im Alter zur Unsauberkeit führen, Sei es, dass sie in ihrer Verwirrtheit das Klo nicht findet, es nicht schnell genug erreicht hat, sie dachte sie sei auf dem Klo oder sie nicht hineinkam, es kann immer wieder mal passieren. Bitte beseitigen sie kommentarlos das kleine Malheur, sie kann wirklich nichts dafür und meint es in keinster Weise persönlich. Eventuell müssen Sie für eine gewisse Zeit einfach den Teppich wegräumen oder mehrere niedrige Klos aufstellen.

Fell- und Körperpflege: Einhergehend mit der geringeren Gelenkigkeit kommt die Katze beim Putzen nicht mehr überall hin. Mit einem feuchten – nicht nassen! – Waschlappen können wir sie dabei unterstützen.

Haut und Fell: Viele Katzen bekommen im Alter eine trockene Haut und oder ein struppiges oder schuppiges Fell. Oftmals zeigt das einen Mangel an bestimmten Vitaminen oder Spurenelementen an, es gibt viele natürliche Nahrungsergänzungsmittel und Produkte, mit denen Sie ihr – am Besten in Absprache mit Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker – helfen können.

Zähne und Zahnfleisch: Zahnstein und Zahnfleischentzündungen sind eine häufige Erkrankung im Alter. Am Besten ist ein regelmäßiger Kontrollblick ins Mäulchen, denn wenn sie davon betroffen sind sollte schnell Abhilfe beim Tierarzt geschaffen werden. Zum einen lassen Schmerzen im Mund Katzen weniger oder gar nicht fressen, zum anderen können längere Entzündungen im Maul zu weiteren Krankheiten wie der chronischen Niereninsuffizienz führen.

Nierenfunktion: An der chronischen Niereninsuffizienz erkranken rund ein Drittel aller Katzen im Alter. 

Herzfunktion: Katzen können im Laufe des Älterwerdens Herzerkrankungen bekommen:

Blutzucker: Nicht wenige Katzen bekommen im Alter einen erhöhten Blutzucker, manche brauchen sogar eine tägliche Insulinspritze.

Fettleibigkeit: Manche Katzen neigen aufgrund zu weniger Bewegung und eventuell auch falschem Essverhalten zur Fettleibigkeit im Alter. Da dies die Gelenke und den Stoffwechsel mehr belastet ist ein langsames Abnehmen in Begleitung eines Tierarztes oder Tierheilpraktikers ratsam.

Schilddrüsenfehlfunktion: Eine Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) ist bei Katzen über 10 Jahren die häufigste hormonelle Störung, sehr typisch ist ein Gewichtsverlust trotz erhöhter Futteraufnahme.

Tumorerkrankungen: Falls Ihnen beim Schmusen ein Knubbel oder Knoten auffällt, lassen Sie ihn bitte tierärztlich untersuchen. Bei Katzen steigt die Neigung an Tumorerkrankungen mit dem Alter. Die häufigste Form ist das maligne Lymphom:




Das Leben mit einer alten Katze


Wenn eine oder mehrere der oben beschriebenen Veränderungen oder Erkrankungen bei Ihrer Katze eingetroffen sind, wenn sie anfängt abzubauen, dann hat ihre letzte Lebensphase begonnen. Ihre Katze braucht Sie, Ihre Gelassenheit und Ihre Liebe genauso sehr, wie sie sie als kleines Kitten brauchte. Natürlich kann es Sie stressen, wenn sie mal wieder nicht ins Klo gepinkelt hat oder wenn sie Sie mehrmals täglich lauthals anmiauzt, weil sie etwas will. Aber es ist auch eine sehr innige Zeit, wenn Sie sich darauf einlassen, wenn Sie zulassen, dass jetzt ihre Lebenszeit sich langsam oder auch schnell dem Ende nähert. Bei den meisten Katzen wird im Alter das Schmusebedürfnis, die Sehnsucht nach Ihrer Zärtlichkeit größer, sie braucht Ihre Nähe und Zuwendung um in Würde zu altern und sich zu verabschieden.

Beobachten Sie sie im Hinblick auf oben beschriebene Erkrankungen oder Beschwerden und lesen Sie ihr jeden Wunsch von den Augen ab.


Ihr Lohn liegt in der Zufriedenheit Ihrer alten Katze, in ihrem lauten Schnurren wenn sie in Ihrem Arm liegt, der gerade wieder einmal einschläft, weil Sie sich wegen ihr nicht bewegen können und wollen.

Freitag, 2. August 2013

Kleines 1x1 für heiße Sommertage...

Katzen, als ursprüngliche Wüstentiere bzw. Steppenbewohner, können es gar nicht warm genug haben. Sie ertragen hohe Sommertemperaturen und genießen heiße Tage in vollen Zügen. Doch so gut sich der Katzenorganismus an die Temperaturen angepasst hat, manchmal wird es auch Katzen zu heiß und man sollte für Abkühlung sorgen...




Menschen können schwitzen und regelön so die Körpertemperatur nach unten. Katzen haben lediglich an den Pfoten kleine Schweißdrüsen, welche jedoch nicht die Körpertemperatur regeln sollen, sondern für Katzen den Nutzen haben, dass sie ihr Revier markieren können. Bei dauerhaften Temperaturen um die +34° wird es selbst den gemütlichsten Stubentiger zu viel.

***

Wenn es der Katze zu warm ist, putzt sie sich auffällig viel. Der Speichel am damit benetzten Fell verdunstet und sorgt für eine Abkühlung der Haut. Eine Katze kann allerdings auch einen Hitzeschlag bekommen oder auch Sonnenbrand-

Sonnenbrand- v.a. helle/ weiße Katzen sind dafür anfällig, v.a. die dünnen Häute an Nase und Ohren, diese sollte man schützen. Wenn sich ein Tier sehr verbrannt hat, muss man betroffene Stellen behandeln und pflegen. Lauwarmer Kamillentee und Bepanthencreme (Augen-Nasensalbe) können genutzt werden, allerdings sollte man sein Tier beim Tierarzt vorstellen.

Hitzeschlag- kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein und erste Anzeichen müssen wahrgenommen werden und es besteht akuter handlungsbedarf! Anzeichen hierfür: die Katze hechelt, ist apathisch, die ATmung und der Herzschlag rasen, das Tier zittert oder verkrampft sich. Es ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen!

***

Nun ein paar Tipps, um den Stubentigern die sehr hohen Temperaturen erträglicher zu machen:
  • für ausreichend Schattenplätze sorgen (beliebte Plätze durch einen Schirm oder Sonnensesegel zum Schattenplatz umfunktionieren)
  • ausreichend Wasser zur Verfügung stellen, an vielen verschiedenen Orten, aus verschiedenen Quellen (Näpfe, Brunnen, Gefäße, Schalen), dass Wasser täglich frisch zur Verfügung stellen
  • ein feuchtes, kühles Handtuch über Stühle hängen oder auf den Boden legen
  • Fliesen für eine Stunde in den Kühlschrank und dann neben beliebten Liegeplätzen platzieren
  • Rollos runtermachen, v.a. während der prallen Mittagssonne, damit sich die Wochnung nicht aufheizt
  • mit nassen Händen übers Fell streichen, den Katzen ein feuchtes Handtuch überlegen
  • Spielzeiten reduzieren, die Katze nicht endlos auspowern, wenn Spiel & Spaß dann nur in den kühlen Abendstunden (oder Morgenstunden)
  • interessante Sommerspiele anbieten statt des üblichen jagens durch die gesamte Wohnung (z.B. Katzenpool/ KittyLake, Eiswürfel angeln, Leckerli fischen etc.)
  • Fressen nur früh morgens und spät abends anbieten, immer wieder wegräumen (gerade im Sommer wird es sehr schnell schlecht, trocknet ein, Ungeziefer geht ran, Fliegen legen ihre Eier ab)
  • Feuchtfutter mit zusätzlich Wasser anreichern
  • viel mehr bürsten, da die Katzen viel Fell abwerfen bei großer Hitze, eventuell furminieren um die Unterwolle zu reduzieren
  • tägliche Zeckenkontrolle bei Freigängern
  • Sonnenbrand vorbeugen: Sonnencreme für Babys ohne Parfümstoffe
  • Flüssigpasten/ leckerli mit Wasser anreichern und einfrieren, später zum schlecken geben
  • ein Handtuch nass machen und die Katze damit abreiben
  • ungewürzte Hühnerbrühe vorbereiten, portionieren, einfrieren, auftauen b.B.- viele Katzen trinken dies lieber als Wasser und man kann so sehr gut den Flüssigkeitsbedarf decken
  • direkte Mittagssonne vermeiden
  • die Katze auf gar keinen Fall im Auto lassen, diese heizen sich binnen Minuten so sehr auf, dass das Tier kollabiert und sterben kann!


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ACHTUNG! 
Gefahr Kippfenster: diese unbedingt sichern damit sich das Tier nicht einquetscht!
Ventilatoren/ Klimaanlage: Ventilatoren stellen eine Verletzungsgefahr dar, Klimas können Erkälungen und Bindehautentzündungen begünstigen


Dienstag, 11. Juni 2013

Warum Katzen keinen Fastentag machen sollten...

Katzen brauchen im Gegensatz zu Hunden immer Nahrung. Am besten auf viele kleine Mahlzeiten am Tag verteilt. Freigänger suchen sich ihr Futter draußen selber zusammen- hier mal eine kleine Echse, eine Maus fangen, Insekten vernaschen, Vögelchen fangen usw. So versorgt sie sich über den ganzen Tag. Bei Wohnungskatzen lässt sich dies eher schlecht machen, allerdings sollte man hier auch auf die Mahlzeitenverteilung achten. Erwachsene Tiere sollten mindestens 2-3 Mahlzeiten/Tag bekommen, Kitten 4-6 MZ/Tag.

Näpfe wegräumen ist m.M.n. bei Fütterung von Rohfleisch und auch bei Feuchtfutter eine zwingende Notwendigkeit, schon aus hygienischer Sicht. Auch wenn die Katze etwas übrig lässt- dann erstmal wegstellen und kühl lagern, keinesfalls über 24h aufheben, sondern dann entsorgen wenn es später nicht genommen wird. Der Katze kann das Futter in Abständen immer mal wieder angeboten werden.

Futterumstellungen immer langsam auf das Tier abstimmen- einige machen gut mit, andere beginnen zu mäkeln. Da mit einigen Tricks das Tier laaaaaangsam überzeugen, dass andere Futter zu fressen, sprich pö a pö unter gewohntes untermischen. Zur Vorsicht immer gewohntes, leckeres Futter dahaben, was die Katze definitiv frisst- denn der Spruch "Eine Katze verhungert nicht vorm vollen Napf" ist schlicht und ergreifend falsch und gefährlich.

Schon nach 48h können die Verdauungsorgane geschädigt werden. Manche TÄ berichten auch von Schädigungen nach 4 Tagen, ein genaues Zeitintervall kann wohl kaum angegeben werden, weil sich auch Katzen in Körperbau und Energieverbrauch etc. unterscheiden...

Abb.: envepet.de


Auf der einen Seite die Sache mit den Enzymen:
Katzen produzieren in der Bauchspeicheldrüse und in der Leber kontinuierlich Enzyme, weil es in der Natur der Katze liegt, mehrmals am Tag zu fressen- der Organismus hat sich angepasst. Wenn diese Enzyme über eine längere Zeit "nichts zutun" haben, dann fangen sie an die Organe und Schleimhäute anzugreifen und z.T. irreperabel zu schädigen. Die Folge sind dann schwerste Schädigungen der empfindlichen Organe.

Auf der anderen Seite die Hepatische Lipidose:
Wird auch Fettleber oder Leberverfettung genannt. Nun kommt dies nicht durch einer vermehrten Fettzufuhr zustande, sondern viel eher durch eine Mangelernährung- nämlich dann wenn die Katze über einen längeren Zeitraum keine Nahrung zu sich nimmt, sprich dem Verdauungstrakt keine Kalorien zuführt. Oft sind eher pummelige Katzen betroffen, die PLÖTZLICH aufhören zu fressen. Es kann aber ebenso schlanke Katzen treffen, beispielsweise dann, wenn die Organe schonmal geschädigt worden (nicht immer weiß der Besitzer ob eine Schädigung vorlag). Fettreserven werden im Körper mobilisiert, damit der Körper der Katze Energie zur Verfügung hat. Die Leber kommt allerdings nur sehr schlecht mit dem freigesetzen Gewebefetten zurecht, sie wird von Fett "überschwemmt" (sprich sie verfettet) und kann ihre normale Funktion nicht mehr ausführen. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung ist die erfolgreiche Behandlung möglich. Es sollte aber immer eine Ursache der Appetitlosigkeit gefunden werden, um weitere Störungen zu vermeiden.

Außerdem den Flüssigkeitsbedarf nicht vergessen:
Katzen, als ursprüngliche Steppentiere, decken ihren Flüssigkeitsbedarf HAUPTSÄCHLICH über die Nahrung, sprich Nassfutter und/oder BARF. Wenn Katzen fasten, fehlt diese wertvolle Quelle zur Deckung des Bedarfs. Auf Dauer kann dies Nieren- und/ oder Harnwegsschäden nach sich ziehen.

Auch wenn gesagt wird: Katzen hätten den größten Magen der Säugetierarten und können tagelang ohne Fressen leben, so ist es auf Dauer nicht gesund und die Gesundheit seines Tieres braucht man nicht unnötig aufs Spiel setzen. Desswegen sollte man seine Katze nicht fasten lassen.





Freitag, 7. Juni 2013

Wichtiges zum Thema Katzen


Generell gilt- sich vor der Anschaffung eines Tieres über dessen artgerechte Haltung informieren!


Einzelkatzen?
Katzen sind keine Einzelgänger, sondern Einzeljäger. Der Mensch hat sie zu Einzelgängern gemacht. Es ist bewiesen, dass Katzen Artgenossen brauchen für ein glückliches Katzenleben.

Eine Katze, die in Menschenaugen dennoch allein ein glückliches Katzenleben führt, resigniert. Andere weisen Verhaltensprobleme auf, wie z.B. Pinkeln, Markieren, Aggressionen, Möbel zerkratzen etc.

Vor allem für Jungkatzen (aber auch bei älteren) ist die kätzische Gesellschaft wichtig. Sie brauchen Artgenossen um
  • gemeinsam zu toben
  • gemeinsam zu raufen
  • gemeinsam zu fressen
  • gemeinsam zu schmusen
  • gemeinsam zu kuscheln
  • gemeinsam zum Ärgern
  • gemeinsam zum Blödsinn machen
  • gemeinsam zum Anschleichen-Draufspringen spielen
  • um sich gemeinsam die Öhrchen auszulecken
  • um sich gemeinsam am Pops zu schnuppern
  • um sich gegenseitig ins Fell zu beißen
  • um Krankheiten zusammen durchzustehen
  • um sich gegenseitig Liebe zu schenken
  • um sich zu unterhalten
  • den Kratzbaum hoch- und runterzusausen
  • gemeinsam neugierig sein




Kein Mensch kann das ersetzen. Und wer behauptet, er könne das, der macht sich etwas vor.

Kein Geld für eine zweite Katze? Dann hat man auch kein Geld für eine Katze. Man sollte seine Tiere artgerecht halten. Dazu gehört bei Katzen der Artgenosse. Ansonsten kann eine Katze ernsthaft seelisch krank werden. Der Mensch sieht das nicht und, weil die Katze schwierig geworden ist, kommt sie ins Tierheim.

Die Wohnungsgröße ist nicht ausreichend? Keine Begründung. Katzen leben dreidimensional, auch in die Höhe, wenn man seine Wohnung dementsprechend gestaltet, ist das kein Problem.

Eine Katze die allein lebt, man stelle sich das mal vor, ein soziales Tier. Als Vergleich mit dem Menschen: Menschen sind auch soziale Lebewesen. Wenn man nun, allein, ohne TV, Radio, Handy, Computer, ohne Familie, Freunde, Bekannte, Feinde, abgeschottet von außen lebt... In einer Wohnung ohne weitere Menschen. Nur Katzen. Mit keinen kann man sich unterhalten, streiten, lieb haben. Kein schönes Leben, oder? So fühlt sich eine Einzelkatze....

Ernährung?
Katzen sind Carnivoren = Fleischfresser.

Das heutige Industriefutter ist größtenteils Schrott. Wenig Fleischanteil dafür Geschmacksverstärker, Aromastoffe, Getreide, Zucker. Alles was Katze krank macht. Dies wurde ebenfalls bewiesen.

Die Werbung erzählt auch viel Mist. Die Leute vertrauen darauf. Man denkt, man gönnt seiner Katze etwas Gutes, indem man Whiskas, Felix, Kitekat kauft und füttert - falsch. Ist genauso Mist wie die meisten Billigfuttersorten aus dem Supermarkt. Nur, dass in den teureren Katzenfuttern noch mehr Geschmacksverstärker und Lockstoffe drin sind. Und es das Tier nicht satt macht. Damit die Tiere wählerisch werden und die Menschen regelrecht "gezwungen" werden diesen Schrott weiter zu kaufen und zu verfüttern. Wen es interessiert, was man da so in sein Tier rein stopft, liest das Buch "Katzen würden Mäuse kaufen", da kann einen selber schlecht werden. Sollte aber Pflichtlektüre werden. Ich frage mich, wenn man seiner Katze dieses teure, ungesunde Schrottfutter anbieten kann und für so wenig Qualität so viel Geldscheine hinblättert, warum kann man dann nicht das gleiche Geld in qualitativ hochwertiges Futter stecken?!

Die Wohlstandskrankheiten haben sich auf die Tiere übertragen. Diabetes, Arthrose, Übergewicht, Zahnstein. Auch die Krebsrate bei den Haustieren nimmt zu. Kein wild lebender Löwe z.B. weist solche Erkrankungen auf. Katzen brauchen Fleisch.
Trockenfutter? Für Katzen der größte Humbug schlechthin. Es ist TROCKEN, enthält haufenweise Getreide und oft viel zu viel Zucker. Zahnabrieb durch Trockenfutter? Niemals. Manche Katzen schlucken die kleinen Stücken einfach so runter, andere beißen einmal drauf, das wars. Zahnabrieb gleich Null.

Trockenfutter ist außerdem schlecht für die Harnwege. Katzen trinken von Natur aus nicht viel. Die Harnwege werden nicht ausreichend durchgespült. Es kommt zu Struvit, Blasenentzündungen bis zum akuten Nierenversagen. Die häufigste Todesursache bei Katzen.

Wie also gesund ernähren? Ein gutes, hochwertiges Nassfutter mit hohen Fleischanteil ohne Schnickschnack. MAC's, Grau, CatzFinefood, RealNature haben sich bewiesen. Wer nicht so viel Geld ausgeben kann, greift auf Amadeus, LUX (Aldi Nord), Cachet (Aldi Süd), Bozita etc. zurück. Das ist für jeden Geldbeutel drin. Katzen brauchen Abwechslung- man sollte nie nur eine Marke füttern.

Aber der Tierarzt sagt: RoyalCanin / Hills ist das beste Futter!Ja, das sagt der Tierarzt, weil die meisten Praxen Verträge mit den Futtervertreibern haben. Schonmal eine Tierarztpraxis gesehen, wo keine RC-Flyer etc. lagen? Tierärzte können sich unmöglich mit allen Themen auskennen. Das gilt auch für die Katzenernährung. RoyalCanin ist gutes Hühnerfutter. Aber für Carnivoren überteuerter Schrott.

Wer seiner Katze Gutes tun will, füttert sie mit Rohfleisch. Oder steigt ganz auf BARF um. Dazu sollte man sich aber individuell informieren. Geht online ganz gut.

Trockenfutter nur als Leckerchen. Und nur getreidefreies wie Acana, Orijen, Applaws. Sieht teuer aus, hält aber ewig, weil man es ja nicht immer gibt.

Gute Leckerchen sind Stücke Rohfleisch, Gefriergetrocknetes, getrocknetes Fleisch. Leckerchen sollten die Katzen immer nur bekommen, indem sie sie sich erarbeiten. Wer kein Geld für teure Fummelelemente (Fummelbrett, Fummelturm etc.) ausgeben kann, der bastelt sich selber was.

Hungrige Katzen sind übrigens auf Krawall gebürstet und raufen öfter als Katzen, die satt sind und keinen Hunger haben. Katzen sollten immer ausreichend gefüttert werden. Auch erwachsene Katzen sollen fressen, so viel sie wollen. Eigentlich hat es sich nach einen Jahr Katzenleben eingepegelt und die Katze kennt ihre Grenze. Der Energiebedarf ist nach dem Wachstum wieder geringer. Wenn man aber einen kleinen "Fressack" hat, behält man das Gewicht im Auge und muss eventuell für mehr Aktivität sorgen. Auf keinen Fall bringt das überteuerte Spezialfutter etwas.

Achtung! Katzen sollten nie hungern müssen- sie brauchen keinen Fastentag und auch "...vor einem vollen Napf wird sie nicht verhungern" kann bei der Katze schwere Schädigungen hervorrufen!

Beschäftigung?
Katzen sollten abwechslungsreich beschäftigt werden, dies geht am besten mit einen Katzenkumpel, der sowieso Pflicht sein sollte. Dennoch brauchen auch 2 Katzen Abwechslung und Beschäftigung.

Es gibt ausreichend Spielzeug im Fachhandel. Man kann aber auch zu Hause selber kreativ werden.
Gut angekommen sind z.B.
  • Catwalk an den Wänden
  • Spielschienen
  • Fummelspielzeug
  • DaBird Angel oder diverse andere Katzenangeln (der DaBird motiviert aber viel besser und hält länger durch. Das Geld was man sonst für neue Katzenangeln ausgibt, bleibt beim DaBird.)
  • Wasserschüsseln mit Spielzeug drin
  • Mäuse
  • Stinkekissen (mit Baldrian, Katzenminze)
  • Kratzbretter aus Wellpappe
  • Raschelkartons
Einiges kann man davon auch selber machen.

Kratzbaum? Dieser sollte groß, stabil und zum Kratzen geeignet sein. Verbaute Kratzbäume sind nicht jeder Katzes Geschmack. Sie müssen sich am Stamm strecken können. Am besten sind Vollholzkratzbäume mit hochwertigen Sisal. Diese überzeugen durch Haltbarkeit und Sicherheit und katzengerechtes Design, aber schonen nicht den Geldbeutel. Wenn man allerdings ein bisschen zurücklegt, kann man sich vielleicht doch irgendwann so einen KB leisten. Für seine Katze. Auch selbst gebaute Bäume kommen gut an. Mit einen Naturkratzbaum freunden sich viele Katzen sofort an. Allerdings muss der stabil gebaut werden und es bedarf etwas handwerklichen Geschicks.

Krankheiten?
Katzen sind Meister im Verstecken der Krankheiten. Prinzipiell gilt: Eine Katze verhält sich komisch? -> ab zum Tierarzt. Bei sich selber würde "Mensch" auch nicht erst abwarten, wenn er Schmerzen hat.

Ein guter Tierarzt oder Tierklinik ist Gold wert. Im Zweifelsfall sollte immer eine Zweitmeinung eingeholt werden. Über Erkrankungen der Katze gibt es ausreichend Bücher zur Informationssammlung. Wenn die Katze irgendwelche Anzeichen zeigt, dann heißt es ab zum Tierarzt. Oder zumindest ein Anruf, der kostet nix. Nachfragen ist erlaubt.

Eine Katze kann immer krank werden. Auch wenn sie jahrelang mit Gesundheit gesegnet ist. Es empfiehlt sich, monatlich was zurück zu legen, eventuell ein Katzenkonto einzurichten. Allerdings ist das nicht die Non-Plus-Ultra-Absicherung. Das Geld wird irgendwann alle sein, vor allem bei aufwändiger Diagnostik und Medikamententherapie oder Operationen. Da kann man sich überlegen ob eine Versicherung sinnvoll wäre. Dies ist aber eine individuelle Entscheidungsfrage.
Zum Beispiel bei
  • Agila
  • Uelzener

Medizin? Sollte nur direkt vom Tierarzt verordnet werden. Es ist auf die korrekte Aufbewahrung der Medikamente zu achten. Und auf die Einnahmehinweise. Generell sollte man immer die Nebenwirkungen nachfragen und den Name des Medikamentes kennen.

Begleitend zur schulischen Tiermedizin kann man auch naturheilkundlich oder homöopathisch mitbehandeln. Allerdings sollte man sich darüber genaustens informieren und immer nur in Rücksprache mit dem Tierarzt mit homöopathischer Zusatzausbildung bzw. einem Tierheilpraktiker.

Verhaltensauffälligkeiten?
Eine Katze wird anders, die Besitzer kommen nicht mehr klar. Oft sind diese überfragt. Zuerst sind die Rahmenbedingungen der Haltung zu klären. Hat die Katze einen Artgenossen? Können Krankheiten ausgeschlossen werden? Sind ausreichend Beschäftigungsfaktoren vorhanden? Usw.

Pinkeln? Kann an einer Harnwegsentzündung liegen, die es abzuklären gilt. Vom Tierarzt. Die Katze sollte nicht unnötig leiden und eine Therapie sollte gewährleistet sein. Es kann auch an seelischen Problemen liegen. Kennt man die Vorgeschichte der Katze, ist die jetzige Haltung artgerecht etc. pp. Außerdem sollte das Klomanagement überprüft werden. Dazu kann man in diversen Katzenforen Hilfe bekommen.

Möbelkratzen? Liegt oft daran, dass die Katze zu wenig Aufmerksamkeit bekommt oder die Kratzmöglichkeiten fehlen.

Aggressionen? Die Katze ist entweder krank oder ihr ist langweilig.

Eine Katze macht nie etwas, um den Besitzer zu ärgern, wie viele annehmen. Es hat IMMER einen Grund, den es zu finden gilt.

Bestrafung wirkt sich bei Katzen negativ aus. Mit Verständnis und Liebe für das Tier kommt man weiter. Nie das Tier schlagen, in den Urin tauchen, nichts zu fressen geben oder solche Scherze.

Halsband?
Sollte tabu sein. Auch die Sicherheitsverschlüsse bieten nicht ausreichend Schutz. Katzen könnten sich damit strangulieren. Die Glöckchen an einigen Bändern schlagen aufs Gemüt und könnten die Katze nerven. Wer ein Halsband zur Indentifizierung nimmt - das ist Quatsch. Die Katze sollte registriert sein, d.h. gechipt, tätowiert oder beides und bei Tasso gemeldet.

Halsbänder werden oft unterschätzt. Sie sind gefährlicher als manche nachvollziehen können. Wenn eine Katze in Panik gerät, weil sie irgendwo festhängt, dann steigert sie sich panisch in die Situation hinein. Und stirbt am Ende.

Sicherheitsverschlüsse bieten auch nicht ausreichend Schutz. Wenn sich das Band komisch verhakt, dann klemmt auch dieser Verschluss. Das wurde schon von einigen Katzenbesitzern berichtet.

Kastration?
Sollte Pflicht sein. Jede Katze gehört kastriert, und zwar noch vor der Geschlechtsreife. Informieren kann man sich im Internet über Frühkastration. Katzen wie auch Kater werden kastriert und nicht sterilisiert. Bei der Sterilisation bleiben die Geschlechtshormone bestehen und die Gesundheit ist weiterhin gefährdet.

Ammenmärchen...
  • eine Katze sollte mindestens einen Wurf haben
  • Kater entwickeln sich nach der Kastration nicht richtig
  • es kommt zur Wesensveränderung nach einer Kastration
  • Sterilisation reicht aus
  • Kastrierte Katzen fangen keine Mäuse
...alles völliger Blödsinn.

Bei Kätzinnen birgt es viele gesundheitliche Gefahren, nicht zu kastrieren: Die Gebärmutter kann vereitern, es könnten sich Zysten bilden, es kann zur Dauerrolligkeit kommen. Nachwuchs sollte beim jetzigen Katzenbestand nicht gezeugt werden. Es gibt ausreichend Katzen für die gesamte Menschheit und nochmal so viele... Dauerrolligkeit ist eine starke Belastung für Katze und Besitzer. Das Gejaule und Gerolle über Tage kostet nicht nur dem Besitzer Nerven.

Kater könnten markieren und anfangen zu streunen. Außerdem sorgen sie für massenhaft Nachwuchs. Das sollte unterbunden werden.

Unkastrierte Katzen sind unvorsichtiger. Streunen mehr, trotzen der Gefahren im Freigang z.B. ist ihr Revier viel größer als das von Kastraten. So sind sie z.B. mehr gefährdet überfahren zu werden, weil sie durch den Sexualtrieb Gefahren an der Straße unterschätzen.

Der Liebesakt bei Katzen ist übrigens alles andere als schön. Dazu kann man sich ja mal Videos ansehen. Für die Kätzin ist es sehr schmerzhaft, weil der Katerpenis Widerhaken hat, die beim Herausziehen den Eisprung der Katze auslösen. Die Kätzin hat starke Schmerzen und vertreibt danach ihren Geschlechtspartner sehr aggressiv.

Außerdem birgt es eine Menge Risiken, die Katzen decken zu lassen. Von fremden Katern, wo man nicht weiß, welche Erkrankungen sie haben und was vererbt wird. Darüber hinaus können Parasiten übertragen werden etc.

Eine Kätzin kann mit 6 Monaten geschlechtsreif werden. Das heißt, ab dann kann sie auch trächtig werden. Das sollte jeder Katze erspart bleiben, vor allem aber einer viel zu jungen Katze! Sie könnte bei der Geburt sterben!

Auch bei einer Katzengeburt kann Etliches schief gehen. Wenn ein Geburtshindernis besteht, muss die Katze SOFORT zum Tierarzt und es muss ein Notkaiserschnitt gemacht werden. Die Kitten müssen versorgt werden bis zur 12. Woche. Hat man wirklich mal eben 2000-3000€ über, um für eine Katzengeburt und Aufzucht gerüstet zu sein?

Vermehrer?
Katzen sinnlos zu vermehren gehört verboten. Es sitzen massenhaft Tiere im Tierheim, in Tierschutzorganisationen oder auf privaten Pflegestellen. Alle diese Tiere haben ein Zuhause verdient.

Katzen sinnlos vermehren ist ein Arschtritt für den Tierschutz. Jede geborene Katze vom Vermehrer nimmt den Kitten aus dem Tierheim einen potenziellen Platz weg.

Die Tierheime sind überfordert, immer wieder kommen neue Tiere hinzu. Schon öfters ist vorgekommen, dass Tierheime tragende Kätzinnen bis kurz vor der Geburt kastriert haben, die Jungen tot „gemacht haben“ unter der Kastration, weil kein Platz da ist, die Versorgung nicht gewährleistet werden kann. Schönes Katzenleben? Wohl eher nicht...

Die Vermehrer dürfen nicht weiter unterstützt werden. Bei der Katzenanschaffung sollte man lieber ein armes Seelchen aus dem Tierheim retten. Das hat Charakter! Und nicht sagen: Im Tierheim muss ich aber bezahlen! Ja, eine Schutzgebühr. Für das Leben der Katzen. Man tut Gutes dabei. Und nur um zu sparen sollte man nicht zu Vermehrerkitten greifen.

Wenn die Katzen eines Vermehrer trächtig sind, kennen ihre Besitzer sich oft nicht aus. Mit Erbkrankheiten, geschlechtsübertragende Krankheiten etc. Vererbungslehre ist für Katzenzüchter Pflicht. Katzenzüchter müssen auch eine Zuchtprüfung und Zulassung ablegen, und das nicht umsonst! Bei Vermehrern ist das nicht gewährleitet.

Vermehrer kümmern sich ein Dreck um die Würfe. Sie bekommen Billigfutter und werden so zeitig wie möglich abgegeben, damit sie keine weiteren Kosten verursachen und der nächste Wurf kommen kann. Sie wolle nur günstig Geld machen: Sie nehmen nicht viel für die Kitten, aber dadurch, dass immer wieder neue Würfe kommen, summiert es sich und ist eine gute Einnahmequelle.

Wenn sie die Kitten nicht loswerden, werden diese "entsorgt". D.h. ausgesetzt oder ins Heim gebracht. Geld kosten darf es nicht.

Vermehrer erkennt man auch daran, dass sie kein gutes Futter empfehlen, die Kitten in Einzelhaltung abgeben, keinen weiteren Kontakt wünschen und die Kitten oft nicht geimpft und entwurmt sind.

Wenn man Kitten möchte: Die Tierheime sitzen voll, die Pflegestellen auch. Auch Kitten gibt es da zu genüge. Mindestens 2x im Jahr zur Kittenschwemme kommen immer wieder neue hinzu.

Kennzeichnung?
Am besten lässt man im Zuge der Kastration sein Tier mit kennzeichnen. Ein Mikrochip oder ein Ohrtattoo oder eben beides. Das identifiziert die Katze, wenn sie z.B. entlaufen ist und irgendwo gefunden wird. Auch tote Tiere können so zugeordnet werden. Wichtig ist, dass Tier nach der Kennzeichnung durch den Tierarzt bei TASSO registrieren zu lassen. Man kann dies aber auch selber machen. Online z.B. oder via Postweg.

Wurmkur?
Eine Wurmkur wird jährlich empfohlen. Allerdings wäre es sinnvoll, vor jeder Wurmkur einen Wurmtest zu machen, denn jede Wurmkur belastet den Katzenorganismus.

Bei Freigängern, wo kein Kot zur Probe gebracht werden kann, sollte es prophylaktisch gemacht werden. Zur Sicherheit. Da geht es nicht anders.

Freigang?
Generell- Unkastrierte Katzen gehören nicht in den Freigang. Ihr Terrar ist um ein vielfaches größer als das von Kastraten. Sie sind gefährdeter für Unfälle. Verunglücken häufiger.

Freigang sollte weitestgehend sicher sein. Nach Möglichkeit keine viel befahrene Straße in der Nähe. Eine Freigängerkatze sollte IMMER die Möglichkeit haben, in das traute Heim zurück zu kommen. Die Sicherheit sollte gewährleistet sein, die Katze braucht das Vertrauen zum Menschen, sie muss sich sicher fühlen und ein Ort der Sicherheit kennen, an den sie JEDERZEIT kann.

Ansonsten können auch Wohnungskatzen ein glückliches Leben führen in einer katzengerechten Wohnung. Ein schöner gesicherter Balkon oder eine Terrasse oder Garten können auch schön sein.

Katzen sollten sich auch erst mindestens 20 Wochen in das neue Zuhause einleben und Vertrauen zum Menschen haben, eh man sie in den Freigang lässt. Als Sicherheitsmaßnahme, dass die Katze auch wieder zurück findet. Sonst kann eine Katze ihr neues Heim nur schlecht zuordnen und ist schnell verunsichert.

Wohnungssicherheit?
Hauptgefahr Nummer 1 sind Kippfenster. Viele Katzen sind darin qualvoll vollendet. Ein Kippfensterschutz sollte angebracht werden, zum Schutze der Katze.

Chemiekalien, Medikamente sollten prinzipiell unzugänglich sein für die Katze.

Giftpflanzen gehören weggeräumt. Eine Giftpflanzenliste gibt es online.

Kabel sind besonders für Kitten attraktiv und sollten gesichert sein in z.B. einer Kabelbox.

Offene Klodeckel sind ebenso gefährlich wie offene Waschmaschinen oder Trockner. Es sollte immer verschlossen sein und unzugänglich für die Katzen.

Balkone für reine Wohnungskatzen sollten mit einen Schutznetz gesichert werden, offene Fenster ebenfalls. Sonst macht Katze schnell mal ein "Abflug". Im wahrsten Sinne des Wortes....

Plastiktüten müssen die Henkel durchgeschnitten bekommen oder gehören weggeräumt. Sonst besteht da Strangulierungsgefahr ebenso wie bei Gummibändern. Diese Gummibänder finden sich oft auch an Katzenkratzbäumen- diese sollte man abschneiden und entfernen. Schon manches Katzenpfötchen ist dadurch abgestorben.

Zusammenführung?
Wenn man eine Katze zu einer ansässigen Katze dazu nimmt oder eine Katzengruppe vergesellschaftet, dann bedarf dies viel Einfühlungsvermögen und Geduld.

Eine langsame Zusammenführung sollte immer Pflicht sein. Dazu kann man sich auch belesen.
Wenn man Katzen bei sich aufnimmt, eignet sich ein Geschwisterpärchen, die müssen nicht zusammengeführt werden.

Die Charaktere sollten sich ähneln, dass Alter sollte angepasst sein aneinander. Empfehlenswert sind gleichgeschlechtliche Paare. Katze und Kater raufen anders und später könnte es Zoff geben.

Eine Garantie gibt es NIE bei Zusammenführungen.

Allerdings sollte der Besitzer sehr geduldsam sein. Eine Zusammenführung ist ein langwieriger Prozess und auch eine Katzenfreundschaft muss erst wachsen.

Wie alt?
Eine Katze die man bei sich aufnimmt, sollte mindestens 12 Wochen alt sein, besser 14-16 Wochen. Auch wenn die Katzenmama die Jungen nicht mehr säugt, die Kitten bekommen noch Sozialverhalten von Mama und Geschwistern beigebracht. Dies ist wichtig!

Katzen fangen an "zu altern" ab dem 7.-8. Lebensjahr laut Fachleuten. Ab da werden sie ruhiger, sind nicht mehr ganz so wild und fangen an mehr zu ruhen. In Anbetracht dessen, dass einige Katzen das 30. lebensjahr erreicht haben, finde ich kann man ab 7 Jahre noch nicht von alt sprechen. Ältere Katzen neigen oft zu Erkrankungen und es sollte immer bedacht werden, dass es nicht mehr die Jüngsten sind wenn sich was anbahnt.

Kitten?
Kitten sind Katzen bis zu einen Jahr.

Kitten brauchen ihre Mama und Geschwister bis zur 13. Woche besser länger. Jeder seriöse Züchter wird dies bestätigen. Außerdem werden Kitten NIE in Einzelhaft abgegeben- außer bei Vermehrern, denen ist es nämlich egal wie es den Tieren geht.

Kitten sind sehr aktiv, toben ohne Ende, erkennen nur schwer ihre eigenen Grenzen. Kitten kann man richtig auspowern- und dann schlafen sie. Ebenfalls ohne Ende. So sind Kitten. Das heißt nicht, dass die Katze hyperaktiv ist. Es sind "kleine Kinder" die sich austoben wollen. Völlig normales Kittenverhalten.

Außerdem sind Kitten im Wachstum, haben einen erhöhten Energiebedarf. Desswegen dürfen Kitten so viel fressen wie sie wollen. Da kann gut was zusammenkommen. Auf keinen Fall sollten sie hungrig sein, Kitten die in der Wachstumsphase hungern mussten, merken sich das und schaufeln eventuell später weiterhin so rein und neigen zu Übergewicht.

Ein Kitten ist satt, wenn was im Napf zurück bleibt.

Katzen als Geschenk?
Ist keine gute Idee. Wenn man seinen Kindern ein Tier schenken möchte, sollte einiges überdacht werden.

Eine Katze sollte nie Geburtstagsgeschenk, Ostergeschenk, Weihnachtsgeschenk sein. Besser ist es, wenn das Kind ein Haustier möchte, ein schönes Buch mit Informationen zur Haltung des Tieres zu schenken und dann gemeinsam zu entscheiden, ob man dem Tier gerecht werden kann und ob es überhaupt noch dieses Tier sein soll.

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  • Sandras Tieroase
  • Floyds Pfotenshop
  • Zooplus
  • Katzentheke

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